Samstag, 12. Mai 2012

Wir sind die Urheber!

Schon eine Zeitlang verfolge ich die aktuelle Diskussion um das Urheberrecht mit Kopfschütteln. Zwei Gegenpole scheinen sich unversöhnlich gegenüberzustehen: Auf der einen Seite diejenigen, die für eine erbarmungslose Verfolgung aller privaten Raubkopierer, unknackbares DRM, die Providerhaftung (nach der z.B. Youtube für Rechtsverletzungen derjenigen haftet, die dort Videos hochladen), ACTA und den Bundestrojaner sind, auf der anderen Seite die Kämpfer für ein von jeglichen Rechten und Regeln befreites Internet, in dem alles unbegrenzt kostenlos verfügbar ist und nur die "Verwertungsmafia" außen vor bleibt.

Das ist natürlich überzeichnet, entspricht aber in etwa der Darstellung der jeweiligen Gegenseite in der öffentlichen Diskussion.

Wozu die Aufregung? Ich habe es immer noch nicht so richtig verstanden. Das geltende Urheberrecht sagt nichts darüber aus, mit welchen Mitteln Raubkopierer verfolgt werden sollen oder wer bei Rechtsverletzungen haftet. Es sagt auch nichts darüber, wie digitale Kopien zu schützen sind, oder dass Privatkopierer "kriminalisiert" werden müssen. Wer also gegen ACTA und DRM ist, muss noch lange nicht gegen das geltende Urheberrecht sein.

Die Behauptung, dieses "sei nicht mehr zeitgemäß", finde ich nicht nachvollziehbar. Nur, weil es wesentlich leichter geworden ist, Werke entgegen dem Willen des Urhebers zu nutzen, soll man die Rechtsgrundlage ändern? Mit demselben Argument könnte man auch fordern, Drogen zu legalisieren, weil es wesentlich leichter geworden ist, sie synthetisch herzustellen.

Das Urheberrecht sagt lediglich, dass der Urheber - und niemand sonst - bestimmen darf, wie sein Werk genutzt und verbreitet werden soll. Das Recht dazu darf er an Dritte, auch Verwerter, übertragen. Ich sehe keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Ebensowenig glaube ich allerdings, dass es sinnvoll wäre, jetzt schärfere Überwachungsregeln für das Internet einzuführen, um Urheberrechtsmissbräuche auf diese Weise zu bekämpfen. Das würde letztlich uns Urhebern ebenso wie allen anderen Internetnutzern schaden.

Die ganze Debatte halte ich ohnehin für sinnlos, da eine Änderung des Urheberrechts ein massiver Eingriff in das verfassungsrechtlich geschützte Eigentum der Urheber wäre. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine entsprechende Gesetzesänderung auf absehbare Zeit die dafür notwendige Mehrheit finden würde. Es handelt sich hier also um ein politisches Scharmützel, das vielleicht den Piraten bei den anstehenden Wahlen nützt, aber die Buchbranche von wesentlichen Fragestellungen ablenkt. Zum Beispiel von der, wie wir den Lesern so attraktive digitale Angebote machen können, dass diese gar nicht erst auf die Idee kommen, geistiges Eigentum zu klauen.

Da aber nun ohnehin schon jeder ungefragt seine Meinung dazu kundtut, schweige auch ich nicht länger und bekunde hiermit meine Unterstützung für die von einigen Autoren ins Leben gerufene Initiative "Wir sind die Urheber!"

Montag, 7. Mai 2012

Gastbeiträge im Buchreport-Blog und bei den Epublizisten

Inzwischen bin ich auch als Gastautor bei anderen Blogs aktiv, so dass ich hier heute lediglich Verweise poste:

Im Buchreport-Blog habe ich eine Serie von Beiträgen über den Umgang mit Märkten im Wandel begonnen, die auf meinen Erfahrungen als Unternehmesberater basiert. Im ersten Beitrag geht es um Veränderungsdruck und Veränderungsfähigkeit. Wer will, kann selbst einschätzen, ob er in der "Ruhezone", der "Pionierzone", der "Turbulenzzone" oder der "Todeszone" steht.

Im Blog "Epublizisten", das Autoren Hilfestellung bei der Vermarktung selbstveröffentlichter Bücher gibt, schreibe ich über den Nutzen von Social Writing sowie des Mygnia-Projekts aus der Autorenperspektive.

Sonntag, 29. April 2012

1. Mai um 20.00 Uhr: Lesung in der Parallelwelt

Mein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit Parallelwelten. Dabei geht es mir nicht nur darum, Geschichten in und über die Parallelwelt Mygnia zu erzählen, sondern ich möchte dies als Teil einer wachsenden Community tun. Je mehr mitmachen, umso vielseitiger und faszinierender wird das Ergebnis.

Parallelen zu einem anderen Projekt drängen sich auf, das vor einigen Jahren Furore machte, um das es in letzter Zeit aber eher still geworden ist: Second Life - eine virtuelle Onlinewelt, die nur von ihren Usern gestaltet wird. Auch, wenn diese Parallelwelt aus den Schlagzeilen verschwunden ist, ist sie alles andere als tot: Es gibt nach wie vor über eine Million aktive Nutzer, meistens sind um die 50.000 Menschen gleichzeitig online.

Ich habe deshalb sofort begeistert zugesagt, als mir Thorsten Küper vorschlug, eine Lesung im virtuellen "Kafe Kruemelkram" durchzuführen. Für mich eine neue Erfahrung - ich hatte mich bisher noch nicht näher mit Second Life beschäftigt. Ein erster Blick in die virtuelle Welt zeigte mir bereits, dass es dort eine Menge zu entdecken gibt. Das Kafe Kruemelkram jedenfalls strahlt eine Gemütlichkeit aus, die man in virtuellen Welten eher selten antrifft.

Wer also Karl Olsberg "live" in Second Life erleben möchte, ist herzlich am Dienstag, 1. Mai um 20.00 Uhr ins Kafe Kruemelkram eingeladen! Dafür wird ein kostenloser Second Life Account benötigt. Man findet das Kafe (das übrigens wirklich mit K geschrieben wird) über diesen Link oder über Eingabe des Suchbegriffs "Kruemelkram" bei "Orte" in der Second Life-Suche.

Montag, 23. April 2012

Pfeif auf Hemingway!

"The first draft of anything is shit", hat Ernest Hemingway es auf den Punkt gebracht. So sehr man sich auch bemüht, so talentiert man auch sein mag, es ist praktisch unmöglich, auf Anhieb einen fehlerfreien, guten Text zu schreiben.

Entsprechend gibt sich die Buchbranche traditionell große Mühe mit dem Prozess der Qualitätsverbesserung. Nicht nur, dass von einem Autor erwartet wird, dass er seine Texte mehrfach gründlich überarbeitet, bevor er sie einem Verlag vorlegt - dort nimmt sich auch ein Lektor noch einmal des Werks an, es folgen meist mehrere Korrekturschleifen und zum Schluss gibt es auch noch ein Korrektorat.

Ich bin ein großer Fan dieser Qualitätsorientierung - meine Lektoren bei Aufbau und Thienemann haben meinen Büchern immer sehr gut getan. Also tue ich mich schwer damit, vorschnell etwas zu veröffentlichen, was mir dann hinterher peinlich sein könnte. So hatte ich eigentlich vor, meinen nächsten Roman "Mygnia - Die Stadt des Windes" zuerst zuende zu schreiben und dann mindestens zweimal zu überarbeiten, bevor ich ihn frühestens im August veröffentlicht hätte.

Seit ich allerdings gelesen habe, was andere mittlerweile auf www.mygnia.de hochgeladen haben, ist mir klar geworden, dass dieser Perfektionismus nicht so recht zum Anspruch des Mygnia-Projekts passt. Schließlich ist es eine Weltenbaustelle, die davon lebt, dass unfertige Dinge diskutiert und weiterentwickelt werden.

Die frühzeitige Veröffentlichung eines noch nicht ausgereiften Werks - oder Teilen davon - ist vielleicht gerade eine der großen Chancen der Digitalisierung des Buchmarkts. Zwar sinkt dadurch auf den ersten Blick die Qualität des Produkts, aber in der Softwareentwicklung hat sich längst gezeigt, dass es besser ist, frühzeitig eine noch nicht ganz ausgereifte Betaversion zu veröffentlichen und diese dann gemeinsam mit den Usern weiterzuentwickeln, als im Labor weiter an der "perfekten" Software zu werkeln. Man kann das vielleicht nicht ganz mit dem Schreiben eines Romans vergleichen, aber dennoch sehe ich einen großen Wert darin, früh Feedback und Anregungen zu meiner Geschichte zu bekommen. Eine verbesserte Version kann ich ja jederzeit nachliefern.

Stadt-des-Windes-Cover

Pfeif auf Hemingway, denke ich mir also und stelle hiermit die Rohfassung des ersten Teils meines Folgeromans zur Diskussion. Ich hoffe auf viele Verbesserungsanregungen und offene, ehrliche und konstruktive Kritik!

Mittwoch, 4. April 2012

Der neue Olsberg-Roman - ab sofort als Kindle E-Book!

"Mygnia - Die Entdeckung" ist jetzt zum Preis von 1,49 Euro im Amazon Kindle E-Book-Store erhältlich. Ich freue mich besonders über Rezensionen!

cover

Mai 1627: Die englische Corvette „Fairwind“ nimmt mitten auf dem Atlantik einen schiffbrüchigen spanischen Matrosen auf. Der halb verdurstete Mann behauptet, sein Schiff sei in einem heftigen Sturm an den Felsen eines unbekannten Kontinents zerschellt, den er Mygnia nennt. Doch im Umkreis von Hunderten von Seemeilen gibt es kein Land …

Fast vierhundert Jahre später geht ein Experiment am Large Hadron Collider des CERN in Genf gründlich schief. Unerklärliche Messergebnisse und seltsame Lichterscheinungen stellen die Physiker vor ein Rätsel. Kurz darauf findet ein Bauer in der Nähe des kleinen französischen Dorfs Cessy Körperteile eines Wesens, das nicht von unserer Welt zu stammen scheint. Als der zehnjährige Sohn der Kinderbuchautorin Maja Rützi aus Cessy spurlos verschwindet, macht sie sich gemeinsam mit dem Journalisten Alex Mars auf die Suche. Die beiden entdecken, dass durch das LHC-Experiment offenbar ein Durchgang in ein Paralleluniversum aufgerissen wurde – ein Tor zu einer fremdartigen, unerforschten Welt …


Soweit der Beschreibungstext. Demnächst wird es auch eine Printausgabe bei Amazon geben. Eine Epub-Ausgabe gibt es bei Epubli. Wem die 1,49 Euro zuviel sind oder wer keinen E-Reader hat, kann das Buch auch völlig kostenlos auf www.mygnia.de im Browser lesen!

Für jemanden, der bereits 10 Bücher in klassischen Verlagen veröffentlicht hat, mag es merkwürdig anmuten, dass Nummer 11 als selbstveröffentlichtes E-Book erscheint. Doch das Mygnia-Projekt passt (noch) nicht so recht in die klassische Verlagslandschaft - vor allem deshalb, weil es eben nicht nur mein Projekt ist, sondern das einer hoffentlich rasch wachsenden Community, deren Beiträge in den meisten Fällen ebenfalls nur als direkt veröffentlichte E-Books verfügbar sein werden.

Dies ist aber keine Abkehr von meinen Print-Verlagen Aufbau und Thienemann, zu denen ich weiterhin ein sehr herzliches Verhältnis pflege. Im Frühjahr 2013 wird bei Aufbau der nächste "klassische" Olsberg-Thriller erscheinen!

Freitag, 30. März 2012

Mygnia ist live!

Exakt am geplanten Stichtag - ich bin stolz wie Oskar, besonders auf Jan und Olaf, die letzte Nacht nicht viel geschlafen haben.

Kommen, gucken, mitmachen: www.mygnia.de!

Sonntag, 25. März 2012

Mygnia - Die Entdeckung einer neuen Welt

In wenigen Tagen starte ich ein neues Projekt: Ein Experiment, von dem ich wohl behaupten darf, dass es das in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Mein neuer Roman heißt "Mygnia - Die Entdeckung" und wird voraussichtlich nur als E-Book, evtl. auch als Print-on-Demand-Buch veröffentlicht. Der Inhalt in Kürze: Ein Experiment am CERN geht schief und es wird kurzzeitig ein Portal in eine unbekannte Parallelwelt namens Mygnia geöffnet. Ein Wesen aus dieser Welt dringt auf die Erde ein. Später entstehen scheinbar zufällig weitere Portale, ein Junge verschwindet, seine Mutter und ein Journalist machen sich auf die Suche und geraten ebenfalls in die fremde Welt.

So weit ist das noch nicht weiter ungewöhnlich. Doch "Mygnia - Die Entdeckung" ist nicht einfach bloß ein Roman - es ist eine Einladung. Die unbekannte Parallelwelt beschreibe ich in der Geschichte kaum, aber mich interessiert brennend, wie es dort aussehen könnte. Mich fasziniert die Vorstellung, was wäre, wenn wir plötzlich eine ganz neue Welt zu entdecken hätten, ähnlich wie die Seefahrer im 16. Jahrhundert.

Welche Tiere und Pflanzen würden wir dort entdecken? Auf welche Einwohner würden wir stoßen? Wie würde es unsere eigene Welt verändern? Würden wir aus den Fehlern der Kolonialisierung lernen oder würden wieder bloß Gier und Machtstreben unser Handeln lenken? Und was, wenn wir auf der anderen Seite auf Völker treffen, die uns - anders als die Inkas und Azteken - ebenso gefährlich werden können wie wir ihnen?

Ein kurzer Videotrailer soll die Idee illustrieren:



Ich habe mir nichts Geringeres vorgenommen, als die komplexeste und faszinierendste fiktive Welt seit J.R.R. Tolkiens Mittelerde zu schaffen. Doch ich bin nicht größenwahnsinnig. Ich weiß, dass ich dieses Ziel in diesem Leben nicht mehr erreichen kann - jedenfalls nicht alleine.

Deshalb hoffe ich darauf, dass es mir gemeinsam mit meinen Mitstreitern gelingt, eine lebendige Community aufzubauen, die gemeinsam mit mir die unbekannte Welt Mygnia erforscht. Ich habe dafür zusammen mit meinen Kollegen Olaf Voß und Jan-Philip Loos, die die technische Entwicklung übernommen haben, eine Plattform geschaffen, die eine neue Form literarischer Zusammenarbeit ermöglicht. Wir nennen das "Social Writing".

Es gibt viele Möglichkeiten, an der Erforschung Mygnias mitzuwirken: Man kann eigene Geschichten schreiben, die im Mygnia-Universum spielen. Man kann die Geschichten anderer lesen, bewerten und den Autoren mit Anregungen helfen, diese zu verbessern. Man kann das Mygnia-Wiki mit Inhalt füllen, ähnlich wie die Entdecker früherer Zeiten Bücher über die unbekannten Spezies der Neuen Welt geschrieben haben. Die Mitwirkung ist auch nicht auf Texte begrenzt: Wir freuen uns über Zeichnungen, Landkarten, Videos, Musikstücke, Hörspiele und was immer der Community noch alles einfällt. Und auch Leute, die einfach mal nur vorbeischauen wollen, sind herzlich willkommen!

Dies ist ein Experiment, das ebenso schiefgehen kann wie das am CERN: Noch ist völlig unklar, ob sich genügend Leute finden, die Lust haben, gemeinsam eine neue Welt zu entdecken. So oder so freue ich mich auf das, was ich dabei lernen werde.

Der geplante Launchtermin für die Plattform ist der kommende Freitag, 30.3., sofern nicht auf den letzten Metern noch technische Probleme auftreten. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch der Einführungsroman zumindest als E-Book erhältlich sein. Ab sofort kann man sich auf www.mygnia.de mit seiner E-Mail-Adresse vorregistrieren und erhält dann eine Nachricht, wenn es los geht.

Ich freue mich über jeden, der mitmacht!

Ach ja, selbstverständlich ist die Teilnahme vollkommen kostenlos. Auf mygnia.de wird man sogar den kompletten Einführungsroman kostenlos lesen können, sobald die Plattform live geht.

Sonntag, 18. März 2012

Fotografische Selbsterfahrung

Ein interessantes Erlebnis hatte ich bei meinem Rundgang auf der Leipziger Buchmesse am Freitag. Ich traf zufällig Mathias Voigt, Geschäftsführer der PR-Beratungsfirma Literaturtest, den ich bei einer Lesung auf der IFA im letzten Jahr kennengelernt hatte. Literaturtest hatte zusammen mit dem Literaturcafé das "digitale Wohnzimmer" eingerichtet.

Dort konnte ich eine Art fotografischer Selbsterfahrung machen. Das Konzept der autobiografischen Fotografie, entwickelt von der Berliner Fotografin Sabine Felber, ist im Grunde simpel: Der Autor stellt sich mit einer Requisite und einem Selbstauslöser vor die Kamera und versucht, sich selbst, eine Figur aus einem Roman oder ein anderes Thema darzustellen. Im Unterschied zu einer normalen Fotosession gibt die Fotografin keine Regieanweisung, sieht nicht mal zu. Das Fotoobjekt ist ganz auf sich selbst gestellt. Es gibt nicht mal die Möglichkeit, zu sehen, wie die Fotos geworden sind.

Da stand ich nun also vor einem schwarzen Vorhang, ausgestattet mit ein paar bunten Plastik-Buchrückenattrappen, und war mir hundertprozentig sicher, dass das nie und nimmer funktionieren würde. Schon allein deshalb, weil ich amtierender Weltrekordhalter im Fotoverblinzeln bin (im Durchschnitt sehe ich auf 2/3 der Bilder aus, als wäre ich stockbetrunken oder im Koma). Wenn überhaupt ein halbwegs brauchbares Foto dabei herauskommen würde, dann auf jeden Fall ein stinklangweiliges.

Das Ergebnis hat mich dann doch ziemlich überrascht. Nicht nur, dass ich auf keinem einzigen der Fotos geblinzelt habe - die Bilder wirkten auch durchweg überrraschend lebendig und unverkrampft.

Foto-Literaturtest-Leipzig-2012-a

Selbst diejenigen, die defintiv misslungen waren, wirkten irgendwie spannend.

Foto-Literaturtest-Leipzig-2012-b

Was lernen wir daraus? Manchmal muss man sich einfach auf Dinge einlassen, die eigentlich gar nicht funktionieren können. Und Improvisation führt oft zu interessanteren Ergebnissen als umfangreiche Planung.

Ach ja, warum die bunten Buchrücken? Dazu hier in Kürze mehr!

Autoren, vernetzt euch!

Das Autorencamp am Samstag war in mehrfacher Hinsicht eine interessante Erfahrung. Nach einem etwas holprigen Start, der vielleicht für diese Art der Spontankonferenz nicht untypisch ist, kam die Veranstaltung dann doch in Schwung. In mehreren Sessions haben wir vor allem die neuen Chancen und Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung des Buchmarkts für Autoren ergeben, ausgiebig diskutiert.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass gerade in dieser Umbruchzeit eine stärkere Vernetzung der Autoren untereinander dringend geboten ist, wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen. Einerseits, um uns gegenseitig zu helfen, andererseits, um gemeinsam mehr Sichtbarkeit vor allem in Sozialen Medien zu erreichen. Bis dahin scheint es allerdings noch ein weiter Weg zu sein, was man unter anderem an der doch eher mageren Beteiligung erkennen konnte. Offenbar hängen viele Autoren selbst noch an dem - aus meiner Sicht nicht zukunftsfähigen - Bild des Genies, das einsam im stillen Kämmerlein arbeitet.

Trotz - oder vielleicht gerade wegen - der für ein Barcamp relativ geringen Teilnehmerzahl kam ein reger Austausch zustande. Ich habe viele spannende neue Kontakte geknüpft und eine Menge Anregungen mitgenommen, die ich erst noch verarbeiten muss. Der Tag hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich komme nächstes Jahr gern wieder.

Vielen Dank Franz Patzig, Leander Wattig und allen, die bei der Vorbereitung geholfen haben, nicht zuletzt auch den Sponsoren Messe Leipzig, Triboox, Books on Demand und dem Uschtrin Verlag, die die Veranstaltung durch ihre Unterstützung möglich gemacht haben.

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