Das geheime Leben von E-Mails
Neulich erhielt meine Frau von einer guten Bekannten eine E-Mail, in der vor einer neuen, gefährlichen Droge namens "Burundanga" gewarnt wird. Angeblich reicht der Hautkontakt mit dieser Droge, um schwere Lähmungserscheinungen auszulösen. Verbrecher trügen sie auf Visitenkarten auf, war dort zu lesen; schon das Ergreifen einer solchen Karte mache einen zum willenlosen Opfer. Dies sei kein Scherz, man solle diese Warnung unbedingt ernst nehmen und möglichst an alle Freunde und Bekannten weiterleiten.
Jeder mit ein bisschen Interneterfahrung erkennt hier die typischen Symptome eines "Hoax", einer unechten Gefahrenmeldung, die allein dem Ziel dient, eine möglichst weite Verbreitung zu erreichen: Viele Adressaten, alarmistischer Text, pseudorealistische Unterschrift (der Name eines Kommissars mit Dienststelle und Telefonnummer war angegeben) und vor allem die Aufforderung, diese Botschaft schnellstens weiterzuleiten.
Eine kurze Recherche bestätigte diesen Verdacht, zeigte aber auch, dass der Ursprung dieser Mail schon sehr lange zurückliegt: Bereits 2008 kamen die ersten Burundanga-Mails in Umlauf. Fast vier Jahre also wurden solche Mails hin und her geschickt. Damit weist diese Mail alle Charakteristika eines biologischen Virus auf: Sie befällt quasi die Gehirne ihre Opfer und bringt sie dazu, das Virus zu vervielfältigen. Es gibt Ausbrüche in großem Stil, dann "Impfungen" (in Form von Hoax-Warnungen), doch das Virus stirbt nicht völlig aus, sondern hält sich irgendwo in einer kleinen geschützten Ecke auf und wartet auf seine Gelegenheit für den nächsten Ausbruch.
Auch wenn ein Virus nicht "lebendig" im biologischen Sinn ist: Ich finde es immer wieder faszinierend, dass selbst eine so simple Technik wie die E-Mail Charakteristiken aufweisen kann, die so sehr an Leben erinnern.
Jeder mit ein bisschen Interneterfahrung erkennt hier die typischen Symptome eines "Hoax", einer unechten Gefahrenmeldung, die allein dem Ziel dient, eine möglichst weite Verbreitung zu erreichen: Viele Adressaten, alarmistischer Text, pseudorealistische Unterschrift (der Name eines Kommissars mit Dienststelle und Telefonnummer war angegeben) und vor allem die Aufforderung, diese Botschaft schnellstens weiterzuleiten.
Eine kurze Recherche bestätigte diesen Verdacht, zeigte aber auch, dass der Ursprung dieser Mail schon sehr lange zurückliegt: Bereits 2008 kamen die ersten Burundanga-Mails in Umlauf. Fast vier Jahre also wurden solche Mails hin und her geschickt. Damit weist diese Mail alle Charakteristika eines biologischen Virus auf: Sie befällt quasi die Gehirne ihre Opfer und bringt sie dazu, das Virus zu vervielfältigen. Es gibt Ausbrüche in großem Stil, dann "Impfungen" (in Form von Hoax-Warnungen), doch das Virus stirbt nicht völlig aus, sondern hält sich irgendwo in einer kleinen geschützten Ecke auf und wartet auf seine Gelegenheit für den nächsten Ausbruch.
Auch wenn ein Virus nicht "lebendig" im biologischen Sinn ist: Ich finde es immer wieder faszinierend, dass selbst eine so simple Technik wie die E-Mail Charakteristiken aufweisen kann, die so sehr an Leben erinnern.
Karl Olsberg - 28. Jan, 10:58
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