Abi
Mein ältester Sohn hat heute feierlich sein Abiturzeugnis überreicht bekommen (herzlichen Glückwunsch, Konstantin!). Sowas macht einen Vater natürlich unheimlich stolz. Aber es macht einen auch ein wenig nachdenklich. Man merkt, wie man älter wird. (Das kann doch nicht schon fünfzehn Jahre her sein, dass ich ihm ausgedachte Geschichten von zwei kleinen Mäusen und einer Drachentigerkatze erzählt habe ...) Und man fragt sich, in was für eine Welt man den jungen Erwachsenen da eigentlich entlässt.
Eine Welt, in der das Chaos regiert - nicht nur in der Wirtschaft. Eine Welt, die immer mehr von Computern beherrscht wird, deren Leistung weiter exponentiell wächst. Eine Welt, die mein Sohn schon jetzt besser versteht als ich, und die dennoch auch ihm immer fremder und unberechenbarer werden wird.
Doch die heutige Abiturfeier erfüllt mich auch mit Zuversicht. Ich habe viele talentierte junge Menschen gesehen - einige davon wahre Wunderkinder mit 1,0-Abi, die neben der Schule im 3. Semester Physik studieren. Sie scheinen irgendwie vernünftiger, weltoffener und weniger naiv zu sein als der Jahrgang, der gemeinsam mit mir Abi gemacht hat. Und der Krise zum Trotz blicken sie optimistisch in die Zukunft.
Sie sind mit - zum Teil in - virtuellen Welten aufgewachsen. Doch sie haben nicht verlernt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Am Ende der stimmungsvollen Feier sang ein Schüler-Gospelchor "That's what friends are for". Man spürte, dass trotz aller Chatrooms und Nicknames, Facebook- und Twitter-Accounts die körperliche Nähe, das Lächeln unter Freunden immer noch zählt. Irgendwie beruhigend.
Eine Welt, in der das Chaos regiert - nicht nur in der Wirtschaft. Eine Welt, die immer mehr von Computern beherrscht wird, deren Leistung weiter exponentiell wächst. Eine Welt, die mein Sohn schon jetzt besser versteht als ich, und die dennoch auch ihm immer fremder und unberechenbarer werden wird.
Doch die heutige Abiturfeier erfüllt mich auch mit Zuversicht. Ich habe viele talentierte junge Menschen gesehen - einige davon wahre Wunderkinder mit 1,0-Abi, die neben der Schule im 3. Semester Physik studieren. Sie scheinen irgendwie vernünftiger, weltoffener und weniger naiv zu sein als der Jahrgang, der gemeinsam mit mir Abi gemacht hat. Und der Krise zum Trotz blicken sie optimistisch in die Zukunft.
Sie sind mit - zum Teil in - virtuellen Welten aufgewachsen. Doch sie haben nicht verlernt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Am Ende der stimmungsvollen Feier sang ein Schüler-Gospelchor "That's what friends are for". Man spürte, dass trotz aller Chatrooms und Nicknames, Facebook- und Twitter-Accounts die körperliche Nähe, das Lächeln unter Freunden immer noch zählt. Irgendwie beruhigend.
Karl Olsberg - 27. Jun, 14:47
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