Dämlicher geht's wirklich nicht, Herr Heilmann!
Es gibt eine Menge Leute, die das Internet noch nicht verstanden haben: Marketingverantwortliche zum Beispiel, die glauben, Page Views seien dasselbe wie Aufmerksamkeit, oder die versuchen, durch dubiose "Guerilla-Marketing-Kampagnen" auf Youtube oder auch in Wikipedia den Usern Produktwerbung unterzujubeln.
Solche Schüsse gehen praktisch immer nach hinten los. These 12 des "Cluetrain Manifests" lautet: "Es gibt keine Geheimnisse. Der vernetzte Markt weiß mehr als die Unternehmen über ihre eigenen Produkte. Und egal ob die Nachricht gut oder schlecht ist, sie erzählen es jedem." In meiner Arbeit als Unternehmensberater habe ich diesen klugen Satz aus dem Jahr 1999 immer wieder bestätigt gefunden. Daraus folgt, dass jeder Versuch, das Internet zu manipulieren oder Meinungen zu unterdrücken, nach hinten losgehen wird.
Lutz Eberhard Heilmann hatte ganz offensichtlich keine Ahnung, mit was er sich anlegt, als er eine Einstweilige Verfügung erwirkte, die dem Verein Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, die Adresse Wikipedia.de auf die deutschsprachigen Inhalte der Wikipedia verlinken zu lassen.
Stein des Anstoßes ist der Wikipedia-Artikel über Lutz Heilmann selbst, in dem es heißt: "Lutz Eberhard Heilmann (* 7. September 1966 in Zittau) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) der DDR, der in den Bundestag einzog." Wikipedia bezieht sich unter anderem auf einen Spiegel-Artikel, in dem Heilmanns Stasi-Vergangenheit aufgedeckt wird.
Ich kann nicht beurteilen, inwieweit der Inhalt des Wikipedia- bzw. des Spiegel-Artikels stimmt, aber das Verhalten von Herrn Heilmann macht für mich überdeutlich, dass er etwas zu verbergen hat. Die dümmste Art des Versuchs, seine Vergangenheit unter den Teppich zu kehren, ist es allerdings, eine der meistbesuchten Websites Deutschland zu attackieren. Denn natürlich wird jetzt jeder, der auf Wikipedia etwas nachschlagen wollte, erst mal schauen, was auf Wikipedia.org über Herrn Heilmann steht.
Ein größeres Eigentor kann man wohl nicht schießen. Glückwunsch, Herr Heilmann! Falls Sie übrigens diesen Text gegoogelt haben sollten, tun Sie mir doch bitte den Gefallen und schicken auch mir eine einstweilige Verfügung, die mir die Verlinkung der Inhalte über Sie untersagt. Die Publicity kann ich gut gebrauchen.
Solche Schüsse gehen praktisch immer nach hinten los. These 12 des "Cluetrain Manifests" lautet: "Es gibt keine Geheimnisse. Der vernetzte Markt weiß mehr als die Unternehmen über ihre eigenen Produkte. Und egal ob die Nachricht gut oder schlecht ist, sie erzählen es jedem." In meiner Arbeit als Unternehmensberater habe ich diesen klugen Satz aus dem Jahr 1999 immer wieder bestätigt gefunden. Daraus folgt, dass jeder Versuch, das Internet zu manipulieren oder Meinungen zu unterdrücken, nach hinten losgehen wird.
Lutz Eberhard Heilmann hatte ganz offensichtlich keine Ahnung, mit was er sich anlegt, als er eine Einstweilige Verfügung erwirkte, die dem Verein Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, die Adresse Wikipedia.de auf die deutschsprachigen Inhalte der Wikipedia verlinken zu lassen.
Stein des Anstoßes ist der Wikipedia-Artikel über Lutz Heilmann selbst, in dem es heißt: "Lutz Eberhard Heilmann (* 7. September 1966 in Zittau) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) der DDR, der in den Bundestag einzog." Wikipedia bezieht sich unter anderem auf einen Spiegel-Artikel, in dem Heilmanns Stasi-Vergangenheit aufgedeckt wird.
Ich kann nicht beurteilen, inwieweit der Inhalt des Wikipedia- bzw. des Spiegel-Artikels stimmt, aber das Verhalten von Herrn Heilmann macht für mich überdeutlich, dass er etwas zu verbergen hat. Die dümmste Art des Versuchs, seine Vergangenheit unter den Teppich zu kehren, ist es allerdings, eine der meistbesuchten Websites Deutschland zu attackieren. Denn natürlich wird jetzt jeder, der auf Wikipedia etwas nachschlagen wollte, erst mal schauen, was auf Wikipedia.org über Herrn Heilmann steht.
Ein größeres Eigentor kann man wohl nicht schießen. Glückwunsch, Herr Heilmann! Falls Sie übrigens diesen Text gegoogelt haben sollten, tun Sie mir doch bitte den Gefallen und schicken auch mir eine einstweilige Verfügung, die mir die Verlinkung der Inhalte über Sie untersagt. Die Publicity kann ich gut gebrauchen.
Karl Olsberg - 15. Nov, 10:07
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