Schwarzer Regen - die Figuren (5)
In dieser kleinen Serie lasse ich die Figuren meines neuen Romans "Schwarzer Regen", der im Herbst 2009 erscheint, sich selbst vorstellen.
Mein Name ist Langen. Friedhelm Langen. Und es wäre besser, wenn ihr mir zuhört. Wenn mir irgendjemand endlich zuhört!
Ich habe von Anfang an gewusst, dass es passieren würde. Ich habe versucht, zu warnen, bin sogar zur Polizei gegangen. Aber man hat mich ausgelacht. Einen Spinner hat man mich genannt. Verhöhnt hat man mich. Schon immer. Aber jetzt, jetzt, wo es passiert ist, könnt ihr die Wahrheit nicht länger ignorieren, oder? Ihr müsst mir jetzt zuhören, sonst passiert noch viel, viel Schlimmeres!
Ich hab eigentlich nie an Schicksal und Vorsehung geglaubt und sowas. Ich bin doch kein Trottel. Schließlich habe ich Mathematik studiert. Aber als ich mich dann zufällig etwas näher mit seinen Texten beschäftigt habe, da hab ich es gesehen. Die Muster. Sie sind da, eindeutig, und nur jemand, der absolut vernagelt ist, kann seine Augen davor verschließen.
Wovon ich rede? Von Nostradamus natürlich. Passt mal auf:
Arglist, Verschwörung und hinterhältiger Anschlag:
Die große Stadt wird prompt und überraschend angegriffen.
Menschenfleisch, für den Tod zu Asche gemacht,
Schloss, Palast im Flammenmeer.
Gleißendes Feuer wird man am Himmel erblicken,
Wolke lässt zwei Sonnen erscheinen.
Sogleich schießt eine große, ausschlagende Flamme hervor,
während der Himmel so übermäßig donnern wird.
Na? Ist das nicht eindeutig? Das ist Originalton Nostradamus, geschrieben vor 350 Jahren. Könnt ihr ja googeln, wenn ihr mir nicht glaubt. Klarer kann man es doch wohl nicht beschreiben, zumal in der Sprache des Mittelalters, oder?
Na gut, ich habe seine Zeilen ein bisschen umsortiert. Aber das ist es ja gerade: Ich habe rausgekriegt, welche mathematischen Transformationen ich auf die Verse anwenden muss, damit sie in der richtigen Reihenfolge erscheinen. Und das, was da oben steht, ist erst der Anfang.
Vielleicht hört ihr mir jetzt doch besser zu!
Mein Name ist Langen. Friedhelm Langen. Und es wäre besser, wenn ihr mir zuhört. Wenn mir irgendjemand endlich zuhört!
Ich habe von Anfang an gewusst, dass es passieren würde. Ich habe versucht, zu warnen, bin sogar zur Polizei gegangen. Aber man hat mich ausgelacht. Einen Spinner hat man mich genannt. Verhöhnt hat man mich. Schon immer. Aber jetzt, jetzt, wo es passiert ist, könnt ihr die Wahrheit nicht länger ignorieren, oder? Ihr müsst mir jetzt zuhören, sonst passiert noch viel, viel Schlimmeres!
Ich hab eigentlich nie an Schicksal und Vorsehung geglaubt und sowas. Ich bin doch kein Trottel. Schließlich habe ich Mathematik studiert. Aber als ich mich dann zufällig etwas näher mit seinen Texten beschäftigt habe, da hab ich es gesehen. Die Muster. Sie sind da, eindeutig, und nur jemand, der absolut vernagelt ist, kann seine Augen davor verschließen.
Wovon ich rede? Von Nostradamus natürlich. Passt mal auf:
Arglist, Verschwörung und hinterhältiger Anschlag:
Die große Stadt wird prompt und überraschend angegriffen.
Menschenfleisch, für den Tod zu Asche gemacht,
Schloss, Palast im Flammenmeer.
Gleißendes Feuer wird man am Himmel erblicken,
Wolke lässt zwei Sonnen erscheinen.
Sogleich schießt eine große, ausschlagende Flamme hervor,
während der Himmel so übermäßig donnern wird.
Na? Ist das nicht eindeutig? Das ist Originalton Nostradamus, geschrieben vor 350 Jahren. Könnt ihr ja googeln, wenn ihr mir nicht glaubt. Klarer kann man es doch wohl nicht beschreiben, zumal in der Sprache des Mittelalters, oder?
Na gut, ich habe seine Zeilen ein bisschen umsortiert. Aber das ist es ja gerade: Ich habe rausgekriegt, welche mathematischen Transformationen ich auf die Verse anwenden muss, damit sie in der richtigen Reihenfolge erscheinen. Und das, was da oben steht, ist erst der Anfang.
Vielleicht hört ihr mir jetzt doch besser zu!
Karl Olsberg - 23. Mai, 11:12
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