Was darf ein Pilot im Cockpit noch entscheiden?
In ihrer Titelstory widmet die aktuelle Ausgabe des SPIEGEL der Frage, ob immer mehr Computertechnik in Flugzeugcockpits das Fliegen sicherer macht, breiten Raum. Auch online gibt es hierzu einen Beitrag. Ich fühle mich auf unangenehme Weise an die Szene aus "Das System" erinnert, in der ein voll besetztes Passagierflugzeug über Tokio abstürzt, weil der Computer die Kontrolle an sich reißt.
Wie realistisch dieses Szenario tatsächlich ist, zeigen einige Unfälle und Beinahe-Katastrophen der jüngeren Vergangenheit. So auch der Fast-Crash eines Airbus bei starkem Seitenwind in Hamburg. Dieser ist offenbar auch darauf zurückzuführen gewesen, dass die heftige Gegenreaktion der Pilotin durch den Computer "korrigiert" wurde und daher die Tragfläche aufsetzte.
Ich will hier bestimmt keine Angst vor dem Fliegen schüren. Das Flugzeug ist immer noch eines der sichersten Verkehrsmittel, und ich benutze es jede Woche vollkommen angstfrei. Auch Angst vor Computern im Cockpit ist unangebracht. Airbus argumentiert nicht zu Unrecht, dass Computer in vielen Fällen durch Korrektur von Pilotenfehlern Katastrophen verhindert haben.
Allerdings zeigt die aktuelle Diskussion eines überdeutlich: Piloten werden in modernen Passagierjets immer mehr zu Statisten. Sie verstehen die komplexe Technik des Flugzeugs längst nicht mehr in allen Einzelheiten. Daher können sie auch immer weniger eingreifen, wenn etwas schief geht.
Das eigentlich Beängstigende ist für mich nicht, dass Computer manchmal Fehler machen, sondern dass sie Menschen selbst bei so komplexen Aufgaben wie dem sicheren Fliegen, Starten und Landen einer Passagiermaschine überflüssig machen können.
Wie realistisch dieses Szenario tatsächlich ist, zeigen einige Unfälle und Beinahe-Katastrophen der jüngeren Vergangenheit. So auch der Fast-Crash eines Airbus bei starkem Seitenwind in Hamburg. Dieser ist offenbar auch darauf zurückzuführen gewesen, dass die heftige Gegenreaktion der Pilotin durch den Computer "korrigiert" wurde und daher die Tragfläche aufsetzte.
Ich will hier bestimmt keine Angst vor dem Fliegen schüren. Das Flugzeug ist immer noch eines der sichersten Verkehrsmittel, und ich benutze es jede Woche vollkommen angstfrei. Auch Angst vor Computern im Cockpit ist unangebracht. Airbus argumentiert nicht zu Unrecht, dass Computer in vielen Fällen durch Korrektur von Pilotenfehlern Katastrophen verhindert haben.
Allerdings zeigt die aktuelle Diskussion eines überdeutlich: Piloten werden in modernen Passagierjets immer mehr zu Statisten. Sie verstehen die komplexe Technik des Flugzeugs längst nicht mehr in allen Einzelheiten. Daher können sie auch immer weniger eingreifen, wenn etwas schief geht.
Das eigentlich Beängstigende ist für mich nicht, dass Computer manchmal Fehler machen, sondern dass sie Menschen selbst bei so komplexen Aufgaben wie dem sicheren Fliegen, Starten und Landen einer Passagiermaschine überflüssig machen können.
Karl Olsberg - 27. Jul, 17:55
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