Der Duft

Samstag, 4. April 2009

Karl Olsberg auf der Couch (2)

In den letzten zwei Wochen hatte ich wieder mal das Vergnügen, eine Leserunde begleiten zu dürfen, diesmal im Roman-Forum auf www.krimicouch.de. Thema war "Der Duft". Das Buch haben alle Teilnehmer in vier Abschnitten gelesen und dann am Ende jedes Abschnitts über das bisher gelesene diskutiert.

Für mich ist es besonders spannend, den Lesern dabei zuzuhören, wie sie darüber diskutieren, was in dem Buch wohl noch alles passieren wird. Dabei kann ich ihnen dann quasi "in den Kopf gucken" und sehen, wo ich sie wie gewollt auf die falsche Fährte gelockt oder wo ich sie vielleicht unabsichtlich in die Irre geleitet habe, und was für gewiefte Krimileser vorhersehbar ist bzw. was nicht.

Interessant war für mich zum Beispiel, dass einige Leser Schwierigkeiten hatten, sich mit der Hauptfigur Marie Escher zu identifizieren: "Marie mit ihrem ständigen Drang, die Führungsrolle zu behalten (und mit ihrer Schlankheits-Selbstdisziplin und ihrer Schwäche für alte Männer in Porsches) bleibt mir noch fremd", schrieb ein Teilnehmer. Das hat man davon, wenn man eine Figur schafft, die widersprüchlich ist und mit sich selbst zu kämpfen hat!

Oder doch nicht? "Federfrau" schreibt: "Marie Escher finde ich ganz spannend - sie wird ja offensichtlich ganz massiv von ihren Kindheitserinnerungen beherrscht - ich denke, deshalb ist sie so diszipliniert, sogar zwanghaft, um eben nicht die Kontrolle zu verlieren ..." Ja, genau so hatte ich mir das gedacht!

Das Beispiel zeigt, dass das Buch von Lesern mit sehr unterschiedlicher Erwartungshaltung gelesen wird, die es entsprechend sehr unterschiedlich aufnehmen. Das zeigt sich auch an der Gesamteinschätzung. Die reicht von "Ich werde wohl kein weiteres Buch mehr von Karl Olsberg lesen" bis zu "Das Buch war wirklich spannend" und "Ich werde Sie weiterempfehlen."

Glücklicherweise waren die meisten Leser/innen in ihrem Gesamtfazit sehr wohlwollend, obwohl fast jeder etwas anzumerken hatte. Mir hat dabei die offene Diskussion besonders gefallen, denn sie zeigt mir, wo Dinge nicht so funktionieren, wie ich mir das gedacht hatte. Gerade solche Aha-Effekte sind hilfreich. Oder wie "Michelle" es ausdrückt: "Aber Karl ist ja durchaus kritikfähig und wird mit Sicherheit den einen oder anderen Punkt künftig berücksichtigen." Werde ich.

Letztlich kann - und will - ich es aber auch nicht jedem recht machen. Ein Leser meinte: "Was mich am meisten am Buch 'gestört' hat: Seitenzahlen! Wenn alles in Ordnung zu sein scheint, aber man weiss, dass es noch einiges zu lesen gibt, ist die Frage, ob alles endgültig geklärt ist, schon beantwortet ..." Das Problem werde ich wohl nicht lösen können (was ihm natürlich durchaus bewusst war).

Auf jeden Fall war das eine sehr spannende Erfahrung, für die ich mich bei allen Teilnehmern und vor allem beim Organisator "Bio-Fan" herzlich bedanke!

Freitag, 6. März 2009

Halbnackte Wahrheiten

So hab ich mir das Schriftstellerleben immer vorgestellt: Ich inmitten von lauter leicht bekleideten Damen. Dieser Tagtraum (Carolin möge mir verzeihen) ist nun Realität geworden, jedenfalls in gedruckter Form. Und zwar im Männermagazin FHM, das in seiner aktuellen Ausgabe 4/09 ein Interview mit mir abdruckt.

Mein Dank für diese unvergessliche Erfahrung geht an die exzellente Presseabteilung des Audio Media Verlags, der das Hörbuch zu "Der Duft" veröffentlicht hat!

Freitag, 26. Dezember 2008

Noch'n Interview ...

... mit mir erschien pünktlich zu Weihnachten auf Media-Mania.de.

Ich wünsche noch ein schönes Restjahr und einen guten Rutsch!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Gastbeitrag im Weltbild-Blog

Zum Thema "Der Duft" durfte ich einen Gastbeitrag auf dem Weltbild-News-Blog schreiben und habe ihn mit ein paar Hintergrundinformationen zum Thema "Duft" angereichert.

Wer sich dafür interessiert, was der "vergessene Sinn" mit uns anstellen kann und aus wieviel Millionen Kubikmetern Luft wir ein einzelnes Milligramm des Knoblauch-Duftstoffs herausriechen können, erfährt hier mehr.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Eulen in Afrika

Zurzeit läuft eine Leserunde zu "Der Duft" auf der "Büchereule", einer Community von Leseratten, pardon, Leseeulen natürlich. Das Konzept ist spannend: Die Teilehmer der Runde lesen das Buch parallel und tauschen sich in bestimmten Abschnitten darüber aus, wie die Geschichte wohl weiter gehen könnte, wie sie die Handlung und die Figuren finden, usw.

Für einen Autor ist das eine großartige Fundgrube. Man kann seinen LeserInnen quasi in den Kopf gucken. Faszinierend ist, was da alles so zutage gefördert wird - welche Dinge z.B. schon sehr früh offensichtlich sind, wo ich die Leser erfolgreich ins Bockshorn gejagt habe und auch die Schwachstellen der Geschichte.

Natürlich gibt es auch Lob und Tadel, überwiegend netterweise aber Lob. Besonders gefreut habe ich mich zum Beispiel über den Kommentar von "Chiclana", die Liebesgeschichten in Thrillern nicht leiden kann, die Romanze zwischen Marie und Rafael in "Der Duft" aber "gelungen" fand. Tatsächlich habe ich bei der Beschreibung der Beziehung Anregungen verwendet, die ich bei der letzten Eulen-Leserunde zu "Das System" aufgenommen hatte.

Die Büchereulen-Leserunden sind wirklich eine großartige Erfindung. Es macht mir viel Spaß, sie zu begleiten, und ich lerne auch diesmal jede Menge Nützliches.

Mittwoch, 5. November 2008

"Der Duft" als Hörbuch

Wie schon angekündigt, erscheint "Der Duft" demnächst als Hörbuch. Wie mir der Audio Media Verlag mitteilte, ist die Aufnahme mit Florian Fischer inzwischen abgeschlossen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis!

Wie ich schon bei "Das System" gemerkt habe, ist ein Hörbuch nicht nur eine vorgelesene Buchversion. Ein guter Sprecher kann einer Geschichte Nuancen verleihen, die man als Autor selbst beim Schreiben gar nicht wahr nimmt. So werden Figuren noch lebendiger, die Handlung noch dramatischer.

Ich freue mich schon sehr auf die 6 CDs. Einen exakten Auslieferungstermin habe ich noch nicht, aber das Hörbuch kann bereits jetzt bei Amazon vorbestellt werden. Später wird es nicht nur im Buchhandel, sondern auch an vielen Tankstellen erhältlich sein und hoffentlich die eine oder andere Stunde im Autobahnstau erträglicher machen.

Sonntag, 12. Oktober 2008

"Der Duft" diese Woche im Handel

Früher als ursprünglich geplant hat die Auslieferung für mein neues Buch "Der Duft" am vergangenen Donnerstag begonnen. Es sollte spätestens Mitte der Woche in den Buchhandlungen liegen.

Worum geht es? Wie der Name schon verrät, diesmal nicht um Computer, sondern um den "vergessenen Sinn", wie ihn Wissenschaftler nennen - den Geruchssinn. Vielleicht kennen Sie das - manchmal steigt einem ein Geruch in die Nase, und plötzlich erinnert man sich ganz deutlich an eine lange zurück liegende Begebenheit, an die man jahrelang nicht gedacht hat. Wir benutzen unsere Nase im täglichen Leben nur selten bewusst, doch der Geruchssinn steuert uns auf subtile Weise, beeinflusst, ob wir uns wohlfühlen, wen wir sympathisch finden und worauf wir Lust haben.

Nicht umsonst beschäftigen z.B. Automobilhersteller Spezialisten, die sich den Geruch der Autos optimieren. Experimente haben gezeigt, dass der alte Spruch "den kann ich nicht riechen" auf realen Grundlagen basiert, und dass sich sogar die Menstruationszyklen von Frauen in einer Wohngemeinschaft im Laufe der Zeit synchronisieren - gesteuert durch einen nicht wahrnehmbaren Duftstoff.

Eine Menge Ansatzpunkte also, um die Fantasie eines Thrillerautors anzuregen. Und natürlich geht es in "Der Duft" um finstere Machenschaften und die Manipulation von Menschen. Protagonistin ist eine Unternehmensberaterin, die sich mit ihrem unerfahrenen Gefährten durch die Wildnis Afrikas schlagen muss, um dem Geheimnis des "Dufts" auf die Spur zu kommen und eine ernste Bedrohung für den Weltfrieden zu verhindern. Dabei bekommt sie es nicht nur mit Terroristen zu tun, sondern muss sich auch ihrer eigenen, traumatischen Vergangenheit stellen ...

Ich wünsche - im gesunden Eigeninteresse - viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, 23. September 2008

Der Duft neuer Bücher

Ich liebe ihn, diesen Geruch nach Leim, Papier und Staub, den neue Bücher verströmen. Ein Gefühl der Vorfreude überfällt mich jedes Mal, wenn ich ihn einatme. Fast fällt es mir schwer, ein noch so ordentliches, unzerknicktes, sauber geschnittenes Buch aufzuklappen, seinen Rücken zu überdehnen, die jungfräulichen Seiten mit meinen Fettfingern zu strapazieren. Aber dann übermannt mich meist doch die Leselust.

Besonders schön ist es natürlich, wenn dieser Duft einer ganzen Kiste von Büchern entströmt, auf deren Titelseite der Name Karl Olsberg prangt! Mein neues Baby ist auf die Welt gekommen, und ich finde, es ist das süßeste Baby der Welt!

Noch ist "Der Duft" nicht im Handel erhältlich; die Vorab-Exemplare tragen einen dicken, nicht unbedingt hübschen roten Sticker und sind für Buchhändler und Rezensenten (und ungeduldige Autoren) reserviert. Aber nicht mehr lange - pünktlich zur Buchmesse soll der zweite Olsberg-Roman in den Läden stehen. Ob er wohl ähnlich gut ankommt wie mein Debüt? Ich bin sehr gespannt!

Samstag, 13. September 2008

Es hat gar nicht so weh getan

Ich habe mich natürlich riesig gefreut, als ich vor einigen Wochen erfuhr, dass "Der Duft", ebenso wie "Das System", auch als Hörbuch erscheinen wird. Produziert wird es vom Audio Media Verlag, Sprecher wird Florian Fischer sein. Voraussichtlich wird das Hörbuch noch vor Weihnachten, fast zeitgleich mit dem Buch, erscheinen und sogar an Tankstellen zu finden sein!

Ich bin natürlich schon wahnsinnig gespannt, wie sich mein Buch anhören wird (bei "Das System" war ich sehr positiv überrascht). Ein wenig wurde die Vorfreude aber auch dadurch getrübt, dass mir etwas für einen Autor sehr Quälendes bevor stand: Die Überarbeitung meines von fremder Hand gekürzten Manuskripts!

Hörbücher sind fast immer gekürzte Fassungen der Romane. Das ist allein aufgrund der Datenmenge notwendig, sonst hätte man z.B. "Das System" auf 10 anstatt auf 5 CDs herausbringen müssen, was den Preis ins Jenseits von Gut und Böse getrieben hätte. Natürlich tut es einem Autor weh, wenn Dinge, die er mühevoll seiner störrischen Fantasie abgerungen hat, plötzlich im Nirvana verschwinden. Und so ging ich doch mit einigem Bauchgrummeln an die Aufgabe, das vom Audio Media Verlag bearbeitete Manuskript durchzusehen.

Umso überraschter und erleichterter war ich, als ich merkte, dass die Kürzungen diesmal (im Unterschied zum letzten Mal) gar nicht so weh taten, vielfach sogar kaum spürbar waren. Und das, obwohl das Manuskript um ein gutes Drittel geschrumpft ist. Natürlich sind ein paar Dinge herausgefallen, die ich lieb gewonnen hatte, aber das Ergebnis ist so rund und nahtlos, dass man sich fragen kann, ob ich nicht besser gleich 130 Seiten weniger hätte schreiben sollen. Na ja, eigentlich hoffe ich das nicht. Aber die verantwortliche Redakteurin hat sich meine tief empfundene Hochachtung für ihre exzellente Arbeit verdient, und ich bin sicher, dass sich das Ergebnis wirklich hören lassen kann!

Donnerstag, 7. August 2008

Umushikirano

Ich habe meinen Worten Taten folgen lassen und einen ausgewachsenen Berggorilla, einen Silberrücken namens Umushikirano, "adoptiert". Das kostet 300$ (Jungtiere und Weibchen sind aus unerfindlichen Gründen günstiger), die man ganz einfach per Kreditkarte an den "Dian Fossey Gorilla Fund International" überweist. Das dauert fünf Minuten, und man bekommt postwendend interessantes Informationsmaterial über "seinen" Gorilla und eine hübsche Urkunde mit diesem Foto:

Rano

"Rano", wie er in seiner Kurzform heißt, wurde 1992 geboren, er ist also so alt wie mein mittlerer Sohn Nik. Er ist ein Einzelgänger, der nach letzten Informationen noch auf der Suche nach einer eigenen Sippe ist. Das dürfte ihm nicht leicht fallen, denn leider gibt es nur noch sehr wenige seiner Artgenossen. Da nimmt man es dann auch nicht übel, wenn man nicht der einzige "Adoptivvater" für Rano ist - im Gegenteil würde ich mich freuen, wenn noch viele meinem Beispiel folgen!

Dass das Geld tatsächlich größtenteils den Gorillas zugute kommt, wird nicht nur durch den guten Namen der berühmten Forscherin garantiert. Ich habe mich vorher im Internet auf einem neutralen Spendenportal informiert, wo dem DFGFI ein sehr gutes Rating ausgestellt wird. Sonst hätte ich seine Webadresse auch nicht in die Widmung meines neuen Buchs "Der Duft" aufgenommen.

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