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    <title>Karl Olsbergs Blog (Zukunft := Was noch alles auf uns zu kommt ...) : Rubrik:Evolution und Zukunft</title>
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    <description>Zukunft := Was noch alles auf uns zu kommt ...</description>
    <dc:publisher>Karl Olsberg</dc:publisher>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:date>2009-12-15T18:12:09Z</dc:date>
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    <title>Karl Olsbergs Blog</title>
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  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/6081752/">
    <title>Google lernt sehen</title>
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    <description>Am Montag präsentierte Google der staunenden Weltöffentlichkeit eine kleine Sensation, die offenbar auch intime Google-Kenner überrascht hat. Unter dem harmlos klingenden Namen &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,665776,00.html&quot;&gt;&lt;u&gt;Google Goggles&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; (Google Brille) wurde ein neuer Dienst in Betrieb genommen, der es ermöglicht, mit dem Handy fotografierte Gegenstände durch Google identifizieren zu lassen. So kann man z.B. eine Kirche, ein Restaurant, ein CD-Cover oder eine Flasche Wein im Supermarkt fotografieren und an Google schicken und erhält im Gegenzug detaillierte Informationen zu dem jeweiligen Gegenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn der Dienst noch Grenzen hat, lässt er ahnen, welch ungeheures Potenzial in einem Internet steckt, das plötzlich Millionen Augen hat. Und das nicht nur im positiven Sinn. Eher in einem Nebensatz fällt die Anmerkung, dass Google Goggles auch Gesichter erkennen kann, dieser Service allerdings nicht verfügbar sein wird, bis Fragen des Datenschutzes geklärt sind. Das heißt im Klartext: User können fremde Gesichter nicht identifizieren lassen - aber Google kann sie identifizieren (jedenfalls sofern es über entsprechende Bilder und Personendaten verfügt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will nicht zu pessimistisch klingen: Google Goggles bietet viele faszinierende Möglichkeiten, Realität und Internet miteinander zu verweben, und die meisten davon werden unser Leben interessanter, farbenfroher und vielleicht auch besser machen. Aber im Zeitalter von Facebook, Xing und Myspace ist der Weg zu einem alles wissenden, alles sehenden Internet auch so schon nicht mehr weit gewesen. Mit Google Goggles sind wir am Montag einen weiteren, großen Schritt hin zu diesem Gebilde gegangen. Als ich 2006 Das System schrieb, hätte ich nicht gedacht, dass wir meiner Vision so schnell so nahe kommen.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-08T17:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/6065746/">
    <title>Brand eins-Beitrag zur Zukunft der Kunst</title>
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    <description>In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins ist unter der Rubrik &quot;Interessante Frage&quot; ein Beitrag von mir erschienen. Passend zum Themenschwerpunkt Kunst stelle ich mir die Frage: &quot;Wird der größte Künstler des 21. Jahrhunderts eine Maschine sein?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja: Der Beitrag ist nicht unter &quot;Karl Olsberg&quot; erschienen, sondern unter meinem bürgerlichen Namen. Wer den wissen will, hat also einen Grund mehr, das wirklich spannende Heft zu kaufen.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-27T14:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5997059/">
    <title>Lesen und gelesen werden</title>
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    <description>Nein, hier ist nicht die Rede vom Alltagsleben eines Autors, der natürlich ebenfalls zwischen Lesen und gelesen werden hin und her pendelt. Vielmehr bezieht sich die Überschrift auf eine interessante Entdeckung, die ich diese Woche an einem winzigen Stand auf der Frankfurter Buchmesse machte. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) aus Saarbrücken präsentierte dort &quot;&lt;a href=&quot;http://www.dfki.de/web/presse/pressemitteilungen_intern/2009/text-2-0-auf-der-frankfurter-buchmesse&quot;&gt;&lt;u&gt;Text 2.0&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;&quot; - eine neue, interaktive Form des Lesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist einfach: Während man einen Text auf einem Computermonitor betrachtet, beobachtet eine Augenkamera die Bewegungen der Pupillen und kann so erkennen, welche Wörter man gerade liest. Das ermöglicht verblüffende Effekte. Lese ich zum Beispiel gerade &quot;das Pferd wieherte&quot;, erklingt aus dem Monitor tatsächlich ein Wiehern. Das längere Betrachten eines Fremdwortes - vom Computer als Rätseln über die Bedeutung interpretiert - öffnet den entsprechenden Eintrag in einem Lexikon. Ein Name wird beim Lesen durch ein Foto der Person illustriert. Auch Umblättern geschieht durch bloßes Hingucken auf den entsprechenden Pfeil am unteren Seitenende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenkameras werden schon seit den Siebzigerjahren zum Beispiel in der Werbewirkungsforschung eingesetzt, und das Unterlegen von einzelnen Worten mit multimedialem Content ist das Grundprinzip des WWW. Die Technologie hinter &quot;Text 2.0&quot; ist also alles andere als neu. Trotzdem ist die Kombination dieser beiden Elemente verblüffend. Es ist, als ob der Computer plötzlich Gedanken lesen kann - und in gewisser Hinsicht kann er das tatsächlich, denn beim Lesen entstehen die geschriebenen Worte als gesprochene Gedanken in meinem Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich persönlich glaube nicht unbedingt an &quot;wiehernde&quot; Bücher - die Vorstellung eines Geräuschs in meiner Fantasie reicht mir als Lautuntermalung einer Geschichte völlig aus. Aber es gibt sicher eine Menge interessanter Anwendungsmöglichkeiten für &quot;Text 2.0&quot; - von der Nutzung interaktiver Texte und Anwendungen ohne Zuhilfenahme der Hände bis zu Texten, deren Länge sich automatisch der Lesegeschwindigkeit des Nutzers anpasst (überfliege ich einen Text nur, wird er auf das Wesentliche verdichtet). Spannend fände ich auch Computerspiele, die von einer Augenkamera gesteuert werden, so dass man beispielsweise die Bewegungs- und Blickrichtung des Helden mit den Pupillen lenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer weiß, vielleicht sind Augenkameras in Laptops und iPhones bald Standard. Dann lesen wir nicht mehr nur, sondern werden gleichzeitig gelesen. Irgendwie eine gruselige Vorstellung.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-17T09:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5925746/">
    <title>Die Maschine kennt mich besser als ich mich selbst</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5925746/</link>
    <description>Manchmal merkt man an kleinen Details, wie sehr sich unsere Welt verändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich gelegentlich bei Amazon CDs meiner &quot;Schreibmusik-Band&quot; Porcupine Tree bestellt habe und noch ein paar andere Progressive-Rock-Scheiben, bekomme ich natürlich auch Empfehlungen für CDs anderer Bands, die mir vielleicht gefallen könnten. Eine solche Empfehlung war &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Black-Clouds-Silver-Linings-Special/dp/B0026J8LHW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1252339296&amp;sr=8-1&quot;&gt;&lt;u&gt;&quot;Black Clouds and Silver Linings&quot;&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; der amerikanischen &quot;Progressive Metal&quot;-Band Dream Theater. Da ich nicht so auf Heavy Metal stehe, habe ich um diese Band bisher einen Bogen gemacht, bzw. kannte sie eigentlich gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich in Österreich im Urlaub dann in einem winzigen CD-Laden diese Scheibe liegen sah, griff ich aus einer Laune heraus doch zu - und war vom Fleck weg begeistert. Ich bestellte eine zweite CD der Band bei Amazon, und der Eindruck verfestigte sich, dass ich hier etwas entdeckt hatte, das ganz dicht an meiner Optimalvorstellung von Musik liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &quot;Metal&quot; ist in Bezug auf Dream Theater grob irreführend - zwar schrammeln die Gitarren manchmal ziemlich heftig, und die Double-Bass-Drum von Mike Portnoy sucht wohl noch vergeblich einen zweiten Drummer, der sie ähnlich schnell treten kann. Aber im Unterschied zu allem, was mir bisher unter dem Begriff &quot;Metal&quot; begegnet ist, machen Dream Theater wirklich intelligente, kunstvolle Musik - Progressive Rock vom Feinsten eben. Tatsächlich ist Dream Theater die einzige Band bisher, die in meinen Augen meiner All-Time-Lieblingsband Emerson, Lake &amp; Palmer das Wasser reichen kann - den alten ELP wohlgemerkt, bevor sie mit &quot;Works&quot; und den danach folgenden Werken ihre Originalität aufgaben und in die Beliebigkeit abstürzten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Irre - und irgendwie auch Peinliche - daran ist, dass ich zwanzig Jahre lang keine Ahnung hatte, dass die Band überhaupt existiert. Und das, obwohl sie in eingeweihten Progressive-Rock-Kreisen inzwischen sehr bekannt ist und ihre Mitglieder zu den größten Instrumentalvirtuosen gezählt werden, die es heute in der Rockmusik gibt. Es ist, als hätte ich in unserem Haus ein zusätzliches Zimmer entdeckt, das ich bisher schlicht übersehen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum erzähle ich das alles? Weil es mich im Nachhinein zutiefst erschreckt, wie genau die Maschine - Amazon.de ist nichts anderes - mich kennt. Ich bin ihr für die gelungene Empfehlung sehr dankbar, aber ein unguter Beigeschmack bleibt. Was für treffende Schlussfolgerungen, die tief in meine Psyche reichen, lassen sich noch aus den vielen Spuren ziehen, die ich im Netz hinterlassen habe?</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-07T15:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5846827/">
    <title>Was darf ein Pilot im Cockpit noch entscheiden?</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5846827/</link>
    <description>In ihrer Titelstory widmet die aktuelle Ausgabe des SPIEGEL der Frage, ob immer mehr Computertechnik in Flugzeugcockpits das Fliegen sicherer macht, breiten Raum. Auch online gibt es hierzu einen &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,638496,00.html&quot;&gt;&lt;u&gt;Beitrag&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;. Ich fühle mich auf unangenehme Weise an die Szene aus &quot;Das System&quot; erinnert, in der ein voll besetztes Passagierflugzeug über Tokio abstürzt, weil der Computer die Kontrolle an sich reißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie realistisch dieses Szenario tatsächlich ist, zeigen einige Unfälle und Beinahe-Katastrophen der jüngeren Vergangenheit. So auch der &lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/hamburg/article1111982/Computerfehler-schuld-am-Beinahe-Crash.html&quot;&gt;&lt;u&gt;Fast-Crash eines Airbus&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; bei starkem Seitenwind in Hamburg. Dieser ist offenbar auch darauf zurückzuführen gewesen, dass die heftige Gegenreaktion der Pilotin durch den Computer &quot;korrigiert&quot; wurde und daher die Tragfläche aufsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will hier bestimmt keine Angst vor dem Fliegen schüren. Das Flugzeug ist immer noch eines der sichersten Verkehrsmittel, und ich benutze es jede Woche vollkommen angstfrei. Auch Angst vor Computern im Cockpit ist unangebracht. Airbus argumentiert nicht zu Unrecht, dass Computer in vielen Fällen durch Korrektur von Pilotenfehlern Katastrophen verhindert haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings zeigt die aktuelle Diskussion eines überdeutlich: Piloten werden in modernen Passagierjets immer mehr zu Statisten. Sie verstehen die komplexe Technik des Flugzeugs längst nicht mehr in allen Einzelheiten. Daher können sie auch immer weniger eingreifen, wenn etwas schief geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich Beängstigende ist für mich nicht, dass Computer manchmal Fehler machen, sondern dass sie Menschen selbst bei so komplexen Aufgaben wie dem sicheren Fliegen, Starten und Landen einer Passagiermaschine überflüssig machen können.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-27T15:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5810840/">
    <title>Was wäre, wenn?</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5810840/</link>
    <description>Diese Frage stellen sich Schriftsteller häufig, und sie ist sehr bestimmend für unsere Arbeit. Für &quot;Das System&quot; habe ich mich zum Beispiel gefragt, &quot;Was wäre, wenn das Internet plötzlich denken könnte?&quot; Erst im zweiten Schritt kam dann die Frage hoch, wie das Internet denn denken lernen könnte. In meinem neuen Roman &quot;Schwarzer Regen&quot; lautet die zentrale Frage: &quot;Was wäre, wenn mitten in Deutschland ein nuklearer Terroranschlag mit vielen tausend Toten geschähe?&quot; Wie würde es Deutschland, wie die direkt betroffenen Menschen verändern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Schrifsteller stellen sich solche Fragen, wie eine Enthüllung aus den Archiven der US-Regierung zeigt. Richard Nixon musste sich 1969 mit der sehr realistischen Möglichkeit auseinander setzen, dass die erste Mondlandung schief gehen könnte. Tatsächlich sind die Astronauten nur knapp an einer Bruchlandung vorbei geschrammt - das Landegebiet war aus der Nähe betrachtet längst nicht so eben wie erwartet, und im Tank war zum Zeitpunkt des Aufsetzens noch Treibstoff für 17 Sekunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der wahrscheinlichsten Szenarios war, dass es die Mondlandefähre Eagle nicht schaffen würde, vom Mond abzuheben. Keine unbegründete Sorge angesichts der Tatsache, dass niemand je zuvor versucht hatte, im Vakuum von einem fremden Himmelskörper abzuheben. In einem solchen Fall hätte Nixon nur wenig Zeit gehabt, sich auf die Situation einzustellen und an die Öffentlichkeit zu treten. Also dachte er - bzw. sein Redenschreiber - voraus und formulierte eine &lt;a href=&quot;http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a4467/l0/l1/F.html&quot;&gt;&lt;u&gt;Trauerrede&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;, die zum Glück nie gehalten werden musste. Der fast schon sarkastische erste Satz lautet: &quot;Das Schicksal hat bestimmt, dass die Männer, die zum Mond flogen, um dort in Frieden zu forschen, auf dem Mond bleiben werden, um dort in Frieden zu ruhen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin froh, dass wir diesen Satz nie hören mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wünschte ich mir manchmal, Politiker wären immer so vorausschauend und würden sich auf den Fall des Misserfolgs ebenso gut vorbereiten wie auf den Erfolgsfall - oder diese Möglichkeit wenigstens mit in ihr Kalkül einbeziehen. Aber vielleicht hat ja Angela Merkel auch schon eine &quot;Trauerrede&quot; in der Schublade: &quot;Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, bedauerlicherweise hat sich unser massives Konjunkturprogramm im Nachhinein als Strohfeuer heraus gestellt. Aufgrund der fortdauernden Wirtschaftsflaute, der immer noch hohen Arbeitslosenzahlen und Sozialkosten in Deutschland und der Rekord-Staatsverschuldung muss die Bundesregierung daher leider Insolvenz anmelden ...&quot;</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-08T17:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5788636/">
    <title>Abi</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5788636/</link>
    <description>Mein ältester Sohn hat heute feierlich sein Abiturzeugnis überreicht bekommen (herzlichen Glückwunsch, Konstantin!). Sowas macht einen Vater natürlich unheimlich stolz. Aber es macht einen auch ein wenig nachdenklich. Man merkt, wie man älter wird. (Das kann doch nicht schon fünfzehn Jahre her sein, dass ich ihm ausgedachte Geschichten von zwei kleinen Mäusen und einer Drachentigerkatze erzählt habe ...) Und man fragt sich, in was für eine Welt man den jungen Erwachsenen da eigentlich entlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Welt, in der das Chaos regiert - nicht nur in der Wirtschaft. Eine Welt, die immer mehr von Computern beherrscht wird, deren Leistung weiter exponentiell wächst. Eine Welt, die mein Sohn schon jetzt besser versteht als ich, und die dennoch auch ihm immer fremder und unberechenbarer werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die heutige Abiturfeier erfüllt mich auch mit Zuversicht. Ich habe viele talentierte junge Menschen gesehen - einige davon wahre Wunderkinder mit 1,0-Abi, die neben der Schule im 3. Semester Physik studieren. Sie scheinen irgendwie vernünftiger, weltoffener und weniger naiv zu sein als der Jahrgang, der gemeinsam mit mir Abi gemacht hat. Und der Krise zum Trotz blicken sie optimistisch in die Zukunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind mit - zum Teil in - virtuellen Welten aufgewachsen. Doch sie haben nicht verlernt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Am Ende der stimmungsvollen Feier sang ein Schüler-Gospelchor &quot;That&apos;s what friends are for&quot;. Man spürte, dass trotz aller Chatrooms und Nicknames, Facebook- und Twitter-Accounts die körperliche Nähe, das Lächeln unter Freunden immer noch zählt. Irgendwie beruhigend.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-27T12:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5769908/">
    <title>Die Spatzen pfeifen es von den Dächern</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5769908/</link>
    <description>Als ich Ende 2006 zum ersten Mal auf das damals noch brandneue &lt;a href=&quot;http://twitter.com&quot;&gt;&lt;u&gt;Twitter&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; (engl. Gezwitscher) stieß, schüttelte ich den Kopf vor Unverständnis. Da berichteten mitteilungsfreudige Freaks, dass sie sich gerade einen Kaffee kochten, Mathe büffelten oder jetzt gleich ins Kino gingen. Ich hatte keine Ahnung, wo der Vorteil liegen sollte, wenn man Mitteilungen künstlich auf 140 Zeichen beschränkte, obwohl diese überwiegend nicht als SMS versandt werden, um damit dann solche Trivialitäten auszutauschen. Schon damals jedoch hat Twitter-Gründer Jack Dorsey etwas sehr Kluges gesagt: Wir haben keine Ahnung, was die User mit unserem Service machen werden. Wir stellen ihn einfach hin und schauen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahre nach der Twitter-Gründung zeigt sich, dass der Service seine unglaubliche Popularität zu recht hat. Denn spätestens seit der spektakulären Notlandung eines Airbus A320 auf dem Hudson River, die als erstes per Tweet übermittelt wurde, ist die Relevanz des jungen Mediums für die Nachrichtenübermittlung klar. Immer noch ist der größte Teil der Tweets an Trivialität kaum zu überbieten, aber das gilt bekanntlich auch für Blogs und Websites. Das eine Prozent relevanter Inhalte aber hat durch Twitter enorm an Verbreitungsgeschwindigkeit gewonnen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das in diesen Tagen, in denen Twitter offenbar die Geheimwaffe der iranischen Opposition gegen Wahlfälschung und Repressalien des Regimes ist. Man könnte sagen, die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass Ahmadinedschads Tage gezählt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich das Internet als eine Art gigantisches neuronales Netz vorstellt, als global Brain, dann erfüllt Twitter die Funktion von Nervenimpulsen, die dafür sorgen, dass bestimmte Regionen des Netzes aktiviert werden. Da Tweets zu kurz sind, um relevante Inhalte im Detail zu übermitteln, dienen sie inzwischen im Wesentlichen der Aufmerksamkeitssteigerung: Schau mal auf diese Website, lies mal jenen Blogbeitrag. Diese Funktion ist sehr wesentlich, denn sie beschleunigt die Funktionsweise des neuronalen Netzes, und damit seine Intelligenz, erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich ist Twitter ein eindrucksvolles Beispiel, wie eine revolutionäre Anwendung durch simples Anwenden des Prinzips von Versuch und Irrtum entstehen kann. Die memetische Evolution ist wieder ein bisschen beschleunigt worden. Ich bin gespannt, was für Gezwitscher wir demnächst noch hören werden.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-18T17:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5730334/">
    <title>Strahlende Affen</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5730334/</link>
    <description>Hurra! Endlich ist es gelungen, Affen genetisch so zu verändern, dass sie nicht nur im Dunkeln leuchten, sondern diese nützliche Eigenschaft auch &lt;a href=&quot;http://de.news.yahoo.com/26/20090527/tsc-grn-leuchtende-affen-vererben-eingep-35ffd9d.html&quot;&gt;&lt;u&gt;an ihre Nachkommen weitergeben&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; können. Ich habe vorsorglich meine Aktien eines bekannten Glühbirnenherstellers verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können also nicht nur lebende Organismen verhunzen, sondern auch dafür sorgen, dass sich die so Manipulierten fortpflanzen - gegebenenfalls auch unkontrolliert. Ein Triumph für die Affen! Jedenfalls für die in den weißen Kitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe hier schon oft geschrieben, dass ich nicht negativ gegenüber dem technischen Fortschritt eingestellt bin, auch nicht gegenüber der Gentechnik. Aber mich regt schon ein bisschen auf, mit welcher Respektlosigkeit Wissenschaftler heutzutage mit Lebewesen, zumal unseren entfernten Verwandten, umgehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zweifle nicht daran, dass solche Experimente medizinischen Nutzen haben können, dass man vielleicht Erbkrankheiten auf diese Art behandeln und Menschenleben retten kann. Aber ich bezweifle entschieden, dass diese Wissenschaftler wirklich wissen, was sie da eigentlich tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Dawkins schreibt in &quot;The Extended Phenotype&quot; sinngemäß: &quot;Es gibt eigentlich kein Gen &lt;i&gt;für&lt;/i&gt; irgendetwas. Es gibt nur Gene und ihre phänotypischen Ausprägungen.&quot; Soll heißen: Auch wenn eine genetische Mutation offensichtlich das Fell eines Affen leuchten lassen kann, bedeutet das noch lange nicht, dass wir verstehen, was die Veränderung alles bewirkt. Dafür sind die Vorgänge bei der Entstehung eines Lebewesens, besonderes eines Primaten, viel zu kompliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir brauchen sind nicht noch mehr Verbote und Demonstrationen gegen Gentechnik. Was wir brauchen sind Wissenschaftler, die in der Öffentlichkeit nicht Triumphe feiern, sondern eine gewisse Demut zeigen, die sich ihres eigenen Unwissens und ihrer begrenzten Einflussmöglichkeiten bewusst sind. Wir brauchen Wissenschaftler, die einem Primaten kein Leuchtgen einpflanzen würden, ebensowenig, wie sie das bei einem Menschen tun würden. Einfach, weil sie die Würde dieses Lebewesens respektieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter heißt es in dem Artikel: &quot;In Zukunft könnten ganze Kolonien solcher genetisch veränderter, kranker Affen für die biomedizinische Forschung gezüchtet werden, spekulieren Sasaki und ihre Kollegen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leute, die beim Anblick eines leuchtenden Äffchens vor Freude strahlen und &quot;ganze Kolonien kranker Affen züchten&quot; wollen, verursachen bei mir eine Gänsehaut. Ehrlich gesagt nicht nur, weil mir die Affen (die ohne weißen Kittel) leid tun. Sondern vor allem deshalb, weil ich irgendwie sicher bin, dass uns diese Art von Arroganz noch teuer zu stehen kommen wird.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-30T07:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5584019/">
    <title>Keine Angst!</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5584019/</link>
    <description>Bezugnehmend auf einen Kommentar von Dorothea zu meinem letzten Eintrag: Der Eindruck mag immer wieder entstehen, ich sei gegen Technik eingestellt oder habe gar Angst vor ihr. Das trifft nicht zu. Angst muss man, glaube ich, vor der Technik nicht haben. Sie ist nicht böse. Sie wird uns aber immer wieder überraschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Auto ist eine potenziell lebensgefährliche Maschine. Nichtsdestotrotz haben wir wohl alle keine besondere Angst vor Autos. Tödliche Unfälle passieren nicht, weil die Maschine böse oder schlecht konstruiert ist, sondern weil wir die Gefahr unterschätzen und leichtsinnig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe keine Angst vor der Technik, aber ich mache mir schon Sorgen angesichts der Naivität und vor allem der Selbstüberschätzung vieler Menschen. Es ist nicht das Problem, dass Google unsere Daten für alle verfügbar macht - das Problem ist, dass wir uns dessen nicht bewusst sind und uns so verhalten, als könnten wir alles, was wir im Web tun, jederzeit ungeschehen machen. Das Problem von Wolframs Algorithmus wird es nicht sein, dass er so genial ist (falls das zutrifft), sondern dass wir ihn auf leichtsinnige oder gar gefährliche Weise benutzen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir brauchen, ist nicht Angst. Was wir brauchen, ist Respekt, und ein bisschen Demut vielleicht. Respekt und Demut angesichts der unglaublichen Komplexität, die wir geschaffen haben und die mit enormer Geschwindigkeit weiter wächst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich weiß, dass ich nichts weiß&quot; - obwohl wir glauben, so vieles zu wissen, gilt dieser Satz meiner Meinung nach heute noch viel mehr als zu Sokrates&apos; Zeiten. Und so schnell unser Wissen auch wachsen mag, das Nichtwissen wächst schneller.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-15T17:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5511076/">
    <title>Happy Birthday, Charles!</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5511076/</link>
    <description>Er war einer der einflussreichsten Forscher der Menschheitsgeschichte. Seine Evolutionstheorie ist eine der am besten dokumentierten und durch zahllose Experimente und Beobachtungen untermauerten Theorien überhaupt. Dennoch ist sie auch 200 Jahre nach Charles Darwins Geburt immer noch umstritten, denn für manche Menschen ist es einfach zu schmerzhaft, sie zu akzeptieren, und ihre weit über die Biologie hinausreichenden Implikationen sind immer noch nicht voll verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.google.de&quot;&gt;&lt;u&gt;Google&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; widmet ihm heute sein Logo - eine Ehre, die nur wenigen zuteil wird - und listet &lt;a href=&quot;http://www.google.de/search?q=Charles+Darwin&amp;hl=de&amp;ct=charlesdarwin_09&amp;oi=ddle&quot;&gt;&lt;u&gt;11,8 Millionen Suchtreffer&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; auf. Da muss ich wohl nicht mehr viel hinzufügen.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-12T07:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5483241/">
    <title>Ein kleiner Schritt für einen Käfer, ein großer Sprung für die Maschinen</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5483241/</link>
    <description>In der Agenten-Komödie &quot;Get Smart&quot; gibt es eine Szene, in der der Superagent reaktionsschnell eine Fliege aus der Luft fängt, zerquetscht und in den Mülleimer wirft - sehr zur Frustration zweier Techniker, die den Mini-Roboter nach dem Modell einer Stubenfliege konstruiert hatten. Ich habe, wie alle im Kino, an der Stelle gelacht und mir gedacht, na ja, bis wir etwas so Perfektes konstruieren können wie eine Stubenfliege, werden wohl noch ein paar Jahre ins Land gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die naheliegende Idee, gar nicht die Stubenfliege nachzubauen, sondern ihr lediglich einen kleinen Chip mit einem Funkempfänger und ein paar Elektroden zur Fernsteuerung einzupflanzen, ist mir damals nicht in den Sinn gekommen. Genau dies ist Forschern der Darpa, der Forschungseinrichtung des US-Verteidigungsministeriums, jetzt gelungen: Sie haben den &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/1668042_Kaefer-mit-Fernsteuerung.html&quot;&gt;&lt;u&gt;ersten ferngesteuerten Käfer der Welt&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; präsentiert. Angeblich, um damit in naher Zukunft &quot;Überwachungs- und Rettungsmissionen&quot; durchführen zu können, aber Kampfeinsätze mit Gift oder biologischen Waffen sind natürlich ebenfalls denkbar. Ein gespenstisches &lt;a href=&quot;http://www.technologyreview.com/video/?vid=217&amp;a=f&quot;&gt;&lt;u&gt;Video&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; zeigt, wie das funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gruselige daran ist für mich nicht die Vorstellung, es bald mit einer Armada von giftigen Stechmücken zu tun zu bekommen. Das Gruselige ist, dass hier - anders etwa als bei einem Pferd und seinem Reiter - nicht der Mensch, sondern eine Maschine das Lebewesen kontrolliert! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Unterschied ist sehr entscheidend, denn er bedeutet, dass der Mensch für diese Fremdbestimmung der Natur gar nicht mehr notwendig ist. Sollten eines Tages tatsächlich Millionen ferngesteuerte Käfer über den Feind herfallen, wäre es auch äußerst unpraktisch, wenn jeder von einem Menschen gesteuert würde - Maschinen können das viel besser. Und wenn wir schon dabei sind, warum nicht auch gleich die Soldaten von Maschinen fernsteuern lassen? Dann gehorchen sie wenigstens jedem Befehl! Wer braucht da noch humanoide Roboter?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal wird eine Maschine zum direkten Herrscher über ein Lebewesen (indirekt beherrschen sie uns ja schon länger, wie ich hier des öfteren argumentiert habe). Theoretisch können sich nun endlich auch Computerviren in Lebewesen fortpflanzen - zumindest jedenfalls in den Steuerrechnern hinter der Fernsteuerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen diesen Schritt der Maschinen aus der unbelebten in die belebte Welt wirkt die Mondlandung beinahe wie ein Flohhüpfer.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-31T10:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5469252/">
    <title>Evolution 3.0?</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5469252/</link>
    <description>Der SPIEGEL bringt zu Darwins 200. Geburtstag eine Evolutionsserie. In diesem Rahmen hat er unter dem Titel &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,602346,00.html&quot;&gt;&lt;u&gt;&quot;Evolution 3.0: Wie Maschinen uns eines Tages versklaven könnten&quot;&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; einen Online-Beitrag von Susan Blackmore auf Deutsch veröffentlicht, den diese ursprünglich für das Online-Zukunftsforum &lt;a href=&quot;http://www.edge.org/&quot;&gt;&lt;u&gt;Edge&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; geschrieben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blackmore, die eine erklärte Richard Dawkins-Anhängerin ist, trifft den Nagel auf den Kopf - jedenfalls beinahe. Sie beschreibt schlüssig das beängstigende Szenario, das ich auch dem Roman &quot;Das System&quot; zugrunde gelegt habe: Wir sind letztlich nur Geburtshelfer einer neuen Evolution, die uns rasch über den Kopf wächst und uns sogar eines Tages verdrängen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Punkten allerdings irrt Blackmore meiner Meinung nach. Sie unterscheidet erstens &quot;Meme&quot; und &quot;Teme&quot;, wobei Teme technisch reproduzierte Meme sind. Diese Unterscheidung ist meiner Meinung nach falsch, denn es kann für den Replikator keine Rolle spielen, wer ihn repliziert, ob ein Gehirn, ein Computer oder eine Druckmaschine. Wenn es einen fundamentalen Unterschied zwischen Memen und Temen gäbe, dann müsste es auch einen gravierenden Unterschied zwischen &quot;natürlichen&quot; und &quot;künstlichen&quot; Genen geben, und den sehe ich nicht. Es gibt also keinen &quot;dritten&quot; Replikator, sondern nur zwei - Gene und Meme. Wir sind folgllich &quot;erst&quot; bei Evolution 2.0 angelangt, die übrigens immerhin schon etwa 250 Millionen Jahre andauert, denn die Imitation von Verhalten (die Basis für memetische Evolution) ist keine menschliche Erfindung, sondern entstand vermutlich mit den ersten komplexen Gehirnen der Reptilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Irrtum liegt darin, dass der Mensch bzw. die biologische Evolution &quot;zerbrechlich&quot; oder gar &quot;überflüssig&quot; wäre. Es ist zwar richtig, dass die memetische Evolution sehr viel schneller verläuft als die genetische, aber das bedeutet noch lange nicht, dass Meme die Gene als Replikatoren verdrängen und beide Evolutionsformen unabhängig voneinander quasi im Wettlauf stattfinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenteil: Beide durchdringen sich und beeinflussen sich gegenseitig. Die &quot;Natur&quot; wird von der Technik nicht abgelöst, sondern verändert. Biologisches Leben hört nicht auf, sondern wird umgestaltet. So sterben heute durch die Technisierung zwar viele Arten aus, aber andere - Tauben, Ratten, viele Insekten - vermehren sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen werden wohl nicht so schnell von Maschinen &quot;verdrängt&quot;, sie werden sich eher symbiotisch mit ihnen verbinden. Das kann man optimistisch sehen, wie Ray Kurzweil es tut, oder eher skeptisch. Aber ich denke, so oder so gilt für uns Menschen der alte Spruch: &quot;Unkraut vergeht nicht&quot;. Ob man das beruhigend findet, lasse ich mal dahingestellt.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-25T08:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5452179/">
    <title>Darwins Jahr</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5452179/</link>
    <description>2009 ist im doppelten Sinn ein Darwin-Jahr: Der berühmte Naturforscher wäre am 12. Februar 200 Jahre alt geworden und hat sein ebenso berühmtes Werk &quot;Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl&quot; vor 150 Jahren veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Passend dazu erscheinen Dutzende von Darwin-Büchern und Darwin-Specials im Fernsehen - sehr zur Freude aller, die sich für die Evolutionstheorie und ihre Auswirkungen interessieren. So gab es am vergangenen Mittwoch auf 3Sat ein dreistündiges Special zur &quot;Zukunft der Evolution&quot;, unter anderem mit einem interessanten Beitrag über die Evolutions-Experimente &lt;a href=&quot;http://www.bionik.tu-berlin.de/institut/n2rechenb.html&quot;&gt;&lt;u&gt;Ingo Rechenbergs&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; von der TU Berlin. Er zeigte schon in den Sechzigerjahren, dass man die Prinzipien der Evolution auf die technische Entwicklung übertragen und so zu nicht offensichtlichen, aber wirkungsvollen Lösungen kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei all der berechtigten Begeisterung über Charles Darwins Errungenschaften wird immer schnell so getan, als sei er es gewesen, der als erster auf den Gedanken der &quot;Evolution&quot; gekommen sei (er selbst hat den Begriff nie benutzt). Wer sich mit technischer und memetischer Evolution beschäftigt, weiß, dass das nicht sein kann: Auch der Gedanke der &quot;Entstehung der Arten&quot;, wie Darwin ihn prägte, muss durch Mutation und Selektion aus Vorläufern entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer dieser Vorläufer war die Evolutionstheorie von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Lamarck&quot;&gt;&lt;u&gt;Jean-Baptiste Lamarck&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;, die dieser bereits 50 Jahre vor Darwin veröffentlicht hatte. Lamarck ist vor allem für seinen &quot;großen Irrtum&quot; bekannt: Er glaubte nämlich, dass Tiere erworbene Eigenschaften vererben können. So dachte er, dass Giraffen lange Hälse hätten, weil sie ihre Hälse so oft streckten und sich diese - erworbene bzw. antrainierte - Dehnung auf ihre Nachkommen übertrug. Das ist zwar falsch, aber Darwin kannte Lamarcks Arbeiten, und es ist fraglich, ob er ohne diesen Vordenker überhaupt auf seine Idee gekommen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso bedeutend war Darwins eigener Großvater &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus_Darwin&quot;&gt;&lt;u&gt;Erasmus Darwin&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;. Er formulierte ebenfalls bereits eine Evolutionstheorie, als der kleine Charles noch in die Windeln machte, und prägte so die Gedankenwelt seines Enkels entscheidend.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit soll Charles Darwins Leistung nicht geschmälert werden - er hat als erster die Evolutionstheorie vollständig, in sich logisch und überzeugend dargestellt und vor allem durch etliche Naturbeobachtungen untermauert. Doch wenn wir seine Leistungen feiern, sollten wir die anderen Naturforscher nicht vergessen, die durch ihre Vorarbeiten entscheidend dazu beigetragen haben, dass wir 2009 ein Darwin-Jahr begehen können!</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-17T12:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://karlolsberg.twoday.net/stories/5418258/">
    <title>Ein frohes Neues Jahr?!</title>
    <link>http://karlolsberg.twoday.net/stories/5418258/</link>
    <description>Wenn man die Zeitungen aufschlägt, sehen die Prognosen für 2009 düster aus. Megakrise, wohin man blickt. Was kommt da bloß auf uns zu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugegeben, die Aussichten sind nicht unbedingt rosig. Sicher werden im kommenden Jahr die Arbeitslosenzahlen steigen, vielen Firmen steht eine schwierige Zeit bevor. Aber machen wir uns nichts vor: Ein großer Teil dieser &quot;Krise&quot; besteht darin, dass wir jetzt feststellen, in der Vergangenheit auf zu großem Fuße gelebt zu haben. Man kann eben nicht alles dauerhaft auf Pump finanzieren, das weiß eigentlich jeder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend gelassen reagieren viele Menschen auf die Weltuntergangsstimmung - eine Einstellung, die ich bewundere. Außerdem folgt bekanntlich auf Regen irgendwann wieder Sonnenschein. Wer die Krise als Chance begreift und besonnen reagiert, kann in den nächsten Jahren von der irgendwann wieder einsetzenden Erholung überdurchschnittlich profitieren. Nicht zuletzt bremst der Abschwung nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern auch den CO2-Ausstoß und verschafft uns so vielleicht etwas mehr Zeit, unsere selbstgemachten Probleme in den Griff zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Unternehmensberater habe ich gelernt, dass man die schlimmsten Fehler nicht in der Krise macht, sondern dann, wenn es einem gut geht. Insofern wird 2009 vielleicht nicht nur ein Jahr des Abschwungs, sondern auch eines der Vernunft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich für meinen Teil freue mich auf das kommende Jahr. Ich bin sicher, ich werde wieder viel lernen, neuen Herausforderungen begegnen und hoffentlich viele davon meistern. Ich wünsche meinen Lesern und Blog-Besuchern für das kommende Jahr vor allem eine Portion Optimismus, Tatkraft und das nötige Quentchen Glück. Dann wird 2009 vielleicht nicht ganz so schlimm, wie die Auguren uns prophezeien.</description>
    <dc:creator>Karl Olsberg</dc:creator>
    <dc:subject>Evolution und Zukunft</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Karl Olsberg</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-01T15:19:00Z</dc:date>
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