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Musenküsse und Schreibblockaden

Samstag, 24. Oktober 2009

Interaktiver Video-Bericht aus Frankfurt

Einen sehr guten Gesamteindruck der diesjährigen Frankfurter Buchmesse bekommt man in einem interaktiven Videobericht, der mit dem neuartigen Yotta-Player realisiert wurde und auf www.media-mania.de zu bewundern ist.

Media-Mania-Gründerin Vera Schott und das Team des Yotta-Players haben illustre Promis, Autoren und Verlagsleute interviewt. Interessant daran: Sie haben sich nicht nur auf spektakuläre Highlights oder das Streitthema "China" konzentriert, sondern auch abseits des Mainstream in den kleineren Verlagen recherchiert und sich detailliert und kompetent wie kaum jemand sonst mit Fragen wie Social Networking, Twitter und E-Books beschäftigt. Auf jeden Fall sehenswert - nicht nur, weil auch ich darin zu Wort komme ;-).

Freitag, 2. Oktober 2009

Neue Website live!

Nun ist sie endlich fertig, die neue Karl Olsberg Website, zu erreichen unter www.karlolsberg.de oder www.karl-olsberg.de. Noch gibt es ein paar Kinderkrankheiten wie nicht funktionierende Links, die sicher in den nächsten Tagen behoben werden. Insgesamt aber finde ich, dass die Website großartig geworden ist. Silvia Paskalew und ihrem Team beim Aufbau-Verlag deshalb noch einmal an dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön!!!

Freitag, 18. September 2009

Vielen Dank, liebe Buchhändler!

Gestern hatte ich das Vergnügen, an einem Krimiseminar für Buchhändler des Aufbau-Verlags teilnehmen zu dürfen. Nach einer fundierten Einführung in die Materie durch Verlagsleiter Reinhard Rohn erläuterte die Radio-Moderatorin Antje Deissler ihre Qualitätskriterien für einen guten Krimi (ich habe natürlich fleißig mitgeschrieben).

Gemeinsam mit meinem Lektor Andreas habe ich dann in einem Werkstattgespräch mein neues Buch "Schwarzer Regen" vorgestellt, das dieser Tage erscheint. Anschließend gab es noch ein exzellentes Essen in stimmungsvollem Ambiente im Antiquariat "Volapük".

Der direkte Kontakt mit so vielen Buchhandelsprofis war für mich ein besonderes Erlebnis. In den Gesprächen und Erfahrungsberichten wurde wieder einmal sehr deutlich, wie stark der Verkaufserfolg eines Buches davon abhängt, ob der jeweilige Buchhändler vor Ort es mag und weiter empfiehlt. Ich weiß daher genau um ihren Anteil an den Erfolgen, die ich bisher erzielen durfte.

Herzlichen Dank dafür!

Sonntag, 13. September 2009

Filmkritik: "District 9" von Neill Blomkamp

Ich bin kein Filmkritiker, aber ich gehe gern ins Kino, und ich liebe Science Fiction. Das bedeutet aber keineswegs, dass ich gerne Science-Fiction-Filme im Kino sehe. Im Gegenteil überlege ich es mir in der Regel zweimal, bevor ich mein Geld für einen SF-Film ausgebe. Denn es scheint eine Art ungeschriebenes Gesetz in Hollywood zu geben, das da lautet: Science-Fiction-Filme gucken nur Deppen. Wenn es nur laut genug knallt und die Tricks cool genug aussehen, kann man auf Story und Logik getrost verzichten.

Entsprechend sind die meisten Hollywood-Produkte dieses Genres üble Machwerke, die jeden Intellekt beleidigen und nur dann erträglich sind, wenn sie zumindest eine Prise Selbstironie besitzen (was leider selten genug vorkommt). Herausragende Ausnahmen wie Kubricks "2001" oder "Uhrwerk Orange", Ridley Scotts "Blade Runner" oder Terry Gilliams "Twelve Monkeys" sind leider fast so selten wie bewohnte Planeten in unserem Sonnensystem. Umso mehr freut man sich, wenn man dann endlich mal wieder einen intelligenten, innovativen Science-Fiction-Film sehen darf. Dies war mir gestern vergönnt.

Schon die Grundidee des Films "Disctrict 9" von Regisseur und Drehbuchautor Neill Blomkamp ist so brillant, dass er allein dafür einen Oscar verdient hätte: Ein gigantisches Raumschiff schwebt über Johannesburg. Doch im Inneren finden sich weder mordlustige Monstren noch fast allmächtige, gütige Lichtwesen, wie man sie aus anderen Genre-Filmen kennt. Stattdessen enthält das gestrandete Raumschiff eine halb verhungerte Meute garnelenartiger Wesen, die sämtlich bei einer Hauptschul-Abschlussprüfung durchfallen würden. Der Film hält sich nicht damit auf, zu erklären, warum das so ist. Es wird lediglich angedeutet, dass es sich bei den Aliens um staatenbildende Wesen handelt, deren "Königin" nicht mehr lebt, so dass nur noch Arbeiter übrig sind, die keinerlei eigenen Antrieb oder Planungsfähigkeiten besitzen. Die minderbemittelten Aliens werden auf der Erde in Ghettos eingepfercht, die rasch zu Slums verkommen.

Die Kritik des Films an Rassismus, Ausgrenzungs- und Diffarmierungstendenzen ist deutlich erkennbar, wird jedoch immer wieder durch ironische und satirische Elemente entkrampft. Trotzdem hatte ich bei der einen oder anderen Szene einen Kloß im Hals - die Andersartigkeit der Aliens verstärkt dabei nur das Erkennen allzu bekannten (un)menschlichen Verhaltens.

Doch die Originalität des Films erschöpft sich keinesfalls in der brillanten Grundidee. Sie reicht von dem ungewöhnlichen Helden - einem geltungssüchtigen Trottel, der trotzdem eigentümlich sympathisch wirkt - bis zur eindrucksvollen, pseudo-dokumentarischen Inszenierung. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, und trotzdem ist der Film extrem spannend, actionreich und sogar ein wenig romantisch. Auch die Tricktechnik ist eindrucksvoll, wird aber nie effekthascherisch eingesetzt und wirkt deshalb umso authentischer.

"District 9" ist vielleicht kein Jahrhundertfilm wie "2001", aber es ist ein sehr heller Stern am trüben Science-Fiction-Filmhimmel. Herr-der-Ringe-Regisseur Peter Jackson hat bei mir ab sofort einen weiteren Stein im Brett, weil er sein Geld in dieses Projekt gesteckt hat.

Dienstag, 1. September 2009

Wie in einem Olsberg-Thriller ...

... ging es gestern in der Aachener Innenstadt zu: Ein Großaufgebot von Spezialeinsatzkommandos der Polizei, Suchhund-Staffeln, Notärzten und Feuerwehr-Löschzügen war um ein Wohnhaus zusammengezogen worden. In diesem hatte sich ein Mann verbarrikadiert und damit gedroht, mehrere Bomben zu zünden. Die Szene erinnerte mich an ein Kapitel aus "Schwarzer Regen", in dem ein SEK eine Terroristen-Wohnung in Köln stürmt.

Zum Glück ging die Sache etwas glimpflicher aus, der Mann war offenbar geistesgestört und Sprengstoff wurde keiner gefunden.

Das Blöde daran aus meiner Perspektive war nur, dass sich besagte Szene genau vor dem Hotel abspielte, in das ich eigentlich gerade einchecken wollte. So stand ich mehrere Stunden als Zuschauer an der Absperrung, bevor ich endlich in mein Zimmer konnte. Aber das war ein geringer Preis für einen eindrucksvollen Live-Anschauungsunterricht der gründlichen und professionellen Polizeiarbeit. Einen solchen Polizei-Großeinsatz hatte ich im richtigen Leben jedenfalls vorher noch nie erlebt. Und dass die Sache harmlos ablaufen würde, war natürlich keineswegs von vornherein klar. Superspannend!

Samstag, 29. August 2009

Genialer Unfug

Zugegeben, die Versuchung ist groß, und wohl kaum ein veröffentlichter Autor hat sie nicht irgendwann in einer frühen Phase seines Schaffens gespürt: Inserate wie "Verlag sucht Autor" oder "Wir geben auch Nachwuchstalenten eine Chance" klingen verlockend, vor allem, wenn sich Standard-Verlagsabsagen auf dem Schreibtisch stapeln. Und wenn er dann nichtsahnend ein Manuskript einschickt und kurz darauf ein überschwängliches Lob zurück bekommt, hat vielleicht manch einer das Gefühl, dass endlich mal jemand seinen Text wirklich gelesen hat.

Der interneterfahrene Nutzer ahnt, dass es in dieser Welt kein "free lunch" gibt und da irgendwo ein Haken sein muss. Und die so genannten Zuschussverlage halten damit auch gar nicht lange hinterm Berg: Wenn man in einem Verlag, der per Inserat nach Autoren sucht, etwas veröffentlichen will, dann bekommt man dafür nicht etwa Geld, sondern man muss etwas bezahlen. Aber, so lautet die Beschwichtigung, auch Schiller habe seine ersten Werke im Selbstverlag veröffentlicht und wäre, wenn er das nicht getan hätte, vielleicht niemals als literarisches Genie bekannt geworden. Und dann werden meist noch ein paar Beispiele aus dem aktuellen Jahrhundert von Autoren des jeweiligen Verlages herbei zitiert, die angeblich "phänomenale Erfolge" erzielt und den Zuschuss mehrfach zurück verdient haben.

Wer sich freilich ein wenig länger mit dem Thema beschäftigt und mal in dem einen oder anderen Schreibforum nachfragt, erfährt schnell, wie der Hase wirklich läuft. Und bekommt einen weisen Rat, den ich hier gern an alle Nachwuchsautoren weiter gebe: Zahle NIEMALS etwas vorab für die Veröffentlichung eines Textes, für Lektorats- oder Agenturleistungen. Denn wenn die bezuschussten Verlage oder Dienstleister auf diese Weise bereits ihren Gewinn gemacht haben, welchen Anreiz sollten sie dann noch haben, sich wirklich für das Buch des Nachwuchsautors einzusetzen? Zumal, wenn dies ein unfertiges Machwerk ist, das bisher völlig zurecht von renommierten Verlagen abgelehnt wurde? Arbeite lieber weiter an Deinen Fähigkeiten, bis irgendwann jemand bereit ist, für Deine Arbeit Geld auszugeben und ins Risiko zu gehen.

Drei Autoren, darunter mein Aufbau-Autorenkollege Tom Liehr, haben die bauernfängerischen Methoden dubioser Geschäftemacher, die von den Enttäuschungen und Hoffnungen aufstrebender Autoren leben, in einem genialen Streich offen gelegt und die Zuschussverlage öffentlich vorgeführt. Sie bastelten einen völlig absurden Pseudoroman zusammen und wurden dafür jeweils in den höchsten Tönen gelobt. Der entsprechende Artikel auf SPIEGEL ONLINE ist wirklich zum schieflachen schön. Jedenfalls, wenn man nicht gerade einen Vertrag bei einem Zuschussverlag unterschrieben hat.

Der vollständige Text des Anschreibens und der genial-schrägen Leseprobe finden sich auf www.autorenkalender.de.. Unbedingt lesen!

Samstag, 22. August 2009

Batterie voll geladen

Österreich ist wirklich ein wundervolles Land, vor allem für gestresste Schrifsteller, die ihre Batterien wieder aufladen wollen. Zwei Wochen frische Höhenluft, wandern und schlemmen, das Ganze bei herrlichem Wetter - besser geht's nicht! Natürlich habe ich auch fleißig geschrieben.

Wir waren in einem entzückenden kleinen Ort im Salzburger Land, einer Region, die ich jedem Bergurlauber nur ans Herz legen kann. In dem liebevoll geführten Familienhotel haben wir uns so wohlgefühlt, dass wir beschlossen haben, im nächsten Jahr wieder hinzufahren. Bis dahin muss ich aber erst mal die 2-3 Kilo Zusatzgewicht, die die geliebten österreichischen Mehlspeisen bei mir angesetzt haben, wieder loswerden.

Wieder zurück am Schreibtisch haben mich gleich mehrere gute Nachrichten empfangen, unter anderem ein Ausblick auf die neue Karl-Olsberg-Website, die in Kürze live gehen wird. Fantastisch!

Mehr dazu bald hier.

Dienstag, 4. August 2009

Urlaub

Auch ein Schriftsteller braucht mal Urlaub. Nicht vom Schreiben natürlich. Ferien ohne Laptop, frühes Aufstehen und 1.000 Wörter am Tag wären für mich so, als würde ich Urlaub vom Atmen oder vom Schokoladeessen nehmen. Aber vom Internet, und damit auch vom Bloggen, werde ich mich eine Weile fern halten, um in der Schönheit und Abgeschiedenheit(?) der österreichischen Alpen ein paar schöne Tage mit meiner Familie zu verbringen. Am 22.8. bin ich zurück, kurz darauf gibt es hier sicher auch wieder Neues zu berichten.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Karl Olsberg alias ... alias ...

Jetzt ist es raus: Karl Olsberg schreibt heimlich Liebesromane!

Unter welchem Pseudonym, wie ich in Wirklichkeit heiße und weitere Enthüllungen stehen heute im Hamburger Abendblatt.

Samstag, 11. Juli 2009

Aufbauend!

Am Freitag war ich zu Besuch im Aufbau-Verlag und habe dort unter anderem mit meinem Lektor Andreas, Julia Oellingrath aus der Presseabteilung des Verlags und Monika Rettig, der zuständigen Ansprechpartnerin für Lesungen und Veranstaltungen, gesprochen.

Der Trip nach Berlin war für mich äußerst motivierend, weil ich deutlich gespürt habe, mit wie viel Engagement die Aufbau-Mitarbeiter sich für mich und meine Bücher einsetzen. Man vergisst leicht, wie viele Menschen an der Entstehung und Vermarktung eines Buches beteiligt sind. Auf jeden einzelnen von ihnen kommt es an, wenn ein Roman erfolgreich sein soll!

Ein Höhepunkt war die Preview eines brandneuen animierten Trailers für "Schwarzer Regen", den Silvia Paskalew konzipiert hat und der demnächst auf der Karl Olsberg-Website zu sehen sein wird. Der hat mich buchstäblich aus den Socken gehauen! Leider kann ich ihn hier noch nicht zeigen, werde ihn aber ankündigen und verlinken, sobald er verfügbar ist.

Man muss aufpassen, dass man nach so einem Tag nicht "abhebt"!

Karl Olsbergs Blog

Zukunft := Was noch alles auf uns zu kommt ...



Meine Bücher


Karl Olsberg
Schwarzer Regen



Karl Olsberg
Der Duft



Karl Olsberg
Das System


Karl Olsberg, Hans-Werner Meyer
Das System Hörbuch


Karl Olsberg, Claudia Ruby, Ulf Marquardt
2057 - Unser Leben in der Zukunft. Wie wir in Zukunft leben

Aktuelle Beiträge

Brand eins-Beitrag zur...
In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand...
Karl Olsberg - 27. Nov, 15:46
Karl Olsberg als Sachbuch
Mein nächstes Buch wird kein Roman sein, sondern...
Karl Olsberg - 27. Nov, 15:38
Na ja,
nichts gegen eine bessere Welt, aber auf Ihre Bücher...
schreiben wie atmen - 23. Nov, 16:33
Re: Spoiler
Lieber Karl, das ist schon klar, und dass sie hochgehen...
Hiro Protagonist (Gast) - 23. Nov, 14:49
Sorry ...
... für den Spoiler. Allerdings ist er ja vielleicht...
Karl Olsberg - 23. Nov, 14:00

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